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Hertha BSC: Dardai und Bobic nach Derby sauer auf den VAR

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Union Hertha

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Coach und Manager von Hertha BSC suchen nach der Pleite im Derby nicht nach Ausreden, kritisieren jedoch den Videoassistenten.

Berlin. Auf Ausreden hatte Pal Dardai keine Lust. „Dafür bin ich nicht der Typ“, sagte der Trainer von Hertha BSC am Morgen nach dem 0:2 (0:2) im Derby beim 1. FC Union: „Man muss diese Niederlage akzeptieren und Union gratulieren. Sie machen es momentan gut.“

Das Eingreifen des Videoassistenten wollte der Coach jedoch nicht unkommentiert stehen lassen. „Ich glaube: Das Tor, das uns weggenommen wurde, war schon sehr kritisch“, sagte er. „Wer weiß, was nach einem 2:1 passiert wäre?“

Kurz vor der Halbzeitpause hatte Hertha durch Peter Pekarik das vermeintliche 2:1 erzielt. Aus dem vielzitierten Kölner Keller kam jedoch das Signal, dass Stürmer Krzysztof Piatek bei der Entstehung knapp im Abseits gestanden hatte. Hauptschiedsrichter Dr. Felix Brych (München) nahm den Treffer daraufhin zurück. Eine denkbar knappe Entscheidung, die durch die Videobilder zwar belegt wurde, in den Augen der Hertha-Verantwortlichen aber weit an der Praxis vorbeiging.

Manager von Hertha BSC ärgert sich über das Prinzip

Zwischen Piateks Abseitsstellung und Pekariks Tor hatte Dardai gefühlt „drei neue Spielsituationen“ festgestellt und deshalb wenig Verständnis: „Das habe ich lange nicht mehr gesehen, dass so ein Tor zurückgenommen wurde“, sagte er schon Sonnabend nach Spielschluss: „Dann kann ich bei jedem Tor erzählen, dass zehn Pässe vorher jemand an der Hand gezogen wurde.“

Dass weder der Linienrichter noch die Union-Spieler reklamiert hatten, passte für Dardai ins Bild: „Ich glaube, dass man das zählen lassen muss, weil in der Szene keiner den Arm hebt und auch keine Fahne hochgeht.“

Hertha-Manager Fredi Bobic konnte die Entscheidung genauso wenig nachvollziehen und verwies auf Absprachen mit den zuständigen Kommissionen, in denen man sich dafür stark gemacht habe, im Zweifel für die Angreifer zu entscheiden.

Dass Piatek mit seiner Schulter hauchzart im Abseits stand, regte den früheren Profi besonders auf. „Ich habe in meiner Karriere über 100 Bundesligatore geschossen“, sagte er, „aber nie eines mit der Schulter.“

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( JL )