Hertha BSC und Union Berlin

Hertha-Legende Beer: Union Berlin ist eine bessere Einheit

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Erich "Ete" Beer, Legende von Hertha BSC, sieht beim Hauptstadtklub momentan mehr Baustellen als beim Stadtrivalen Union Berlin.

Erich "Ete" Beer, Legende von Hertha BSC, sieht beim Hauptstadtklub momentan mehr Baustellen als beim Stadtrivalen Union Berlin.

Foto: Soeren Stache / dpa

Vor dem Derby zwischen Hertha BSC und Union Berlin sehen die Vereinslegenden Beer und Mattuschka die Vorteile bei den Köpenickern.

Berlin. Das Derby steht vor der Tür. Und Hertha-Ikone Erich Beer und Union-Legende Torsten Mattuschka haben einen entscheidenden Unterschied zwischen den beiden Klubs aus der Hauptstadt ausgemacht: der Zusammenhalt.

„Union wirkt wie eine große Familie. Das ist Hertha im Moment leider nicht mehr“, sagte der mittlerweile 74 Jahre alte ehemalige Fußballprofi Beer in einem Doppelinterview dem „Kicker“ (Montag). „Union ist eine bessere Einheit als Hertha. Hertha hat viele junge Spieler, hatte aber auch viele Problemfälle“, befand Mattuschka. Der 41-Jährige ergänzte mit Blick auf Spieler wie Matheus Cunha und Dodi Lukebakio, die Hertha im Sommer wieder abgegeben hat: „Diese Ego-Zocker gibt es bei Union nicht.“

Hertha BSC kann Union Berlin nicht überholen

Vor dem erneuten Hauptstadtderby an diesem Sonnabend (18.30 Uhr) im Stadion An der Alten Försterei liegen die Unioner mit 17 Punkten auf dem achten Tabellenplatz der Bundesliga. Hertha ist 13. mit vier Zählern weniger. Selbst bei einem Sieg bei den Köpenickern kämen die Herthaner also nur bis auf einen Punkt ran. Einen Auswärtssieg im Berliner Stadtduell gab es in den bisherigen vier Begegnungen in der ersten Liga allerdings noch nicht.

Andere Klubs als Hertha hätten weniger Geld, „kriegen es aber besser hin. Hertha holt Stars, die keine sind. Da wurde eine Menge Geld nicht so sinnvoll eingesetzt“, sagte Beer. Bei Union hingegen sei die Mannschaft der Star, betonte der ehemalige Herthaner, der in den 1970er für den West-Berliner Klub spielte und lange Zeit Herthas Bundesliga-Rekordtorschütze war.

Kaum Glaube an Verbleib von Pal Dardai bei Hertha BSC

Beer glaubt wie auch Mattuschka, der von 2005 bis 2014 für Union im Einsatz war, nicht an einen längeren Verbleib von Pal Dardai als Trainer der Hertha unter Manager Fredi Bobic. „Wenn Bobic den richtigen Trainer für die Zukunft gefunden hat, wird er Pal sagen: Das war’s.“ Mattuschka ergänzte: „Ich denke auch, dass Dardai keine Dauerlösung ist. Bei der nächsten Schwächephase ist er vermutlich weg.“

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( dpa )