Hertha BSC

Hertha nur 1:1 gegen Lübeck – Dardai hofft auf Zugänge

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Trainer Pal Dardai wünscht sich neue Spieler bei Hertha BSC.

Trainer Pal Dardai wünscht sich neue Spieler bei Hertha BSC.

Foto: Uli Deck / dpa

Hertha BSC kommt im Test gegen Regionalligist VfB Lübeck nicht über ein Remis hinaus. Trainer Dardai wünscht sich Zugänge.

Berlin. Drittes Remis in Folge: Hertha BSC hat sich am Mittwoch im Test gegen den Regionalligisten VfB Lübeck mit einem 1:1 (1:0) begnügen müssen. Zugang Suat Serdar schoss die Berliner vor 978 Zuschauern im Amateurstadion in einer zähen Partie in Führung (27.), ehe Elsamed Ramaj kurz nach Wiederanpfiff ausglich (47.).

„Wir hatten viel zu wenig richtige Abschlüsse“, sagte Herthas Chefcoach Pal Dardai, „aber ich kann heute nicht viel mitnehmen. Vier Qualitätsspieler sind bei Olympia, und wir werden auch noch Spieler kriegen. Es ist ein offnes Geheimnis, dass wir Qualität abgegeben haben. Es muss etwas passieren.“

Angepfiffen wurde die Partie mit 15-minütiger Verspätung. Der Grund: Die Gäste aus dem Norden standen bei der Anreise im Stau.

Zugang Serdar bekommt bei Hertha BSC ein Extralob

Als es dann los ging, tat sich Hertha schwer. An Ballbesitz und Spielkontrolle mangelte es zwar nicht, dafür aber an Tempo, Zielstrebigkeit und Präzision. Zu oft standen sich die Berliner mit ungenauen Pässen selbst im Weg, zu selten gelangten die Bälle ins letzte Spielfelddrittel. Dreieinhalb Wochen vor dem Bundesligastart war von Automatismen wenig zu sehen. „Wir müssen einfacher und schneller spielen“, forderte Dardai.

Dass es auch anders gehen kann, zeigte das einzige Highlight der ersten Hälfte: Nach einem gedankenschnellen Ein-Kontakt-Pass von Kevin-Prince Boateng kombinierte sich Hertha bis in den gegnerischen Strafraum, wo Serdar nach gutem Zuspiel von Dodi Lukebakio zur Führung einschob (27. Minute). Der Acht-Millionen-Euro-Zugang von Schalke 04 hatte schon beim jüngsten 2:2 auf St. Pauli getroffen. „Mit Suat bin ich zufrieden“, sagte Dardai.

Wie in den vorangegangenen fünf Tests setzte Dardai auf strikte Belastungssteuerung. Stürmer Davie Selke und Stammkeeper Alexander Schwolow standen deshalb gar nicht im Kader, und zur Pause tauschte der Trainer sämtliche Feldspieler. Klammert man Torwart Nils Körber, Lukas Klünter und Maximilian Mittellstädt aus, war kein Berliner älter als 20.

In Hälfte zwei hat Hertha BSC nur einen Abschluss

Den Gästen, die Mitte August in die Regionalliga Nord starten, spielte das in die Karten – sie kamen wacher und sortierter aus der Kabine. Die Folge: das 1:1 durch Elsamed Ramaj (47.), nachdem die Berliner Abseitsfalle nicht gegriffen hatte.

Abgesehen von einem Kopfball durch Youngster Marlon Morgenstern (53.) blieb Hertha in der Folge harmlos, doch zumindest ließ das Nachwuchsteam auch kaum etwas zu. Wenig Torraumszenen, viele Zweikämpfe – das war’s.

Im Sonntag reist Hertha nun ins Trainingslager nach Leogang in Österreich. Dort treffen die Berliner auf deutlich hochkarätigere Gegner. Am 28. Juli geht es gegen Europa-League-Sieger Villareal (18.15 Uhr, Sport1), einen Tag später testet Hertha gegen den FC Liverpool (29. Juli, 20.20 Uhr, ServusTV).

So spielte Hertha BSC in den ersten 45 Minuten: Körber – Zeefuik, Stark (C), Dardai, Plattenhardt – Ascacibar, Boateng – Dilrosun, Serdar, Jastrzembski – Lukebakio.

So spielte Hertha BSC in Hälfte zwei: Körber – Klünter (C), Gechter, Morgenstern, Mittelstädt – Dirkner – Redan, Gayret, Michelbrink, Netz – Werthmüller.

( JL )