Hertha BSC

Dardai über Boateng: „Müssen ihn körperlich hinbekommen“

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Stehen für maximale Identifikation mit Hertha BSC: Kevin-Prince Boateng (r.) und Pal Dardai.

Stehen für maximale Identifikation mit Hertha BSC: Kevin-Prince Boateng (r.) und Pal Dardai.

Foto: nordphoto GmbH / Engler / picture alliance / nordphoto GmbH / Engler

Nach dem ersten Trainingscamp von Hertha BSC zieht Coach Dardai ein positives Fazit. Viel Arbeit bleibt dennoch, auch für Boateng.

Berlin. Einen Tag dürfen sich Kevin-Prince Boateng und seine Kollegen von Hertha BSC erholen, am Freitag geht die Vorbereitungsqual für die neue Saison weiter. Der 34 Jahre alte Rückkehrer hat die Chefrolle beim Fußball-Bundesligisten in kurzer Zeit schon übernommen, von der nötigen Spielfitness ist er aber noch ein großes Stück entfernt, wie sein 45-Minuten-Einsatz beim 7:0-Testsieg beim Oberligisten MSV Neuruppin zeigte.

„An Prince arbeiten wir, dass er fit wird“, sagte Chefcoach Pal Dardai: „Und wenn er fit wird, dann kann er fußballerisch helfen. Er hat ein Auge wie kein anderer in der Mannschaft. Vertikale Qualität, gute Pässe, eine Führungsperson.“

Manager von Hertha BSC schwärmt über Boateng

Im Konditions-Trainingslager in Neuruppin wurde Boateng von den Hertha-Fans unter den 1000 Anhängern bereits als „Fußballgott“ gefeiert und besungen. Eine Gefahr sieht Dardai in der Rolle des gebürtigen Berliners, der nach 14 Jahren zu Hertha BSC zurückgekehrt ist, aber nicht.

„Das ist nicht schlimm. Er soll der Chef sein. Aber erst mal müssen wir ihn körperlich hinbekommen“, betonte Dardai. Nach vielen Jahren bei Topklubs wie Tottenham Hotspur, dem AC Mailand und dem FC Barcelona sowie zuletzt einer Saison in der zweiten italienischen Liga will Boateng Hertha BSC nach der turbulenten Saison 2020/21 zu mehr Stabilität verhelfen.

Er wolle immer gewinnen und das Optimum herausholen, sagte Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic zu Boateng. Beide hatten schon 2017/18 bei Eintracht Frankfurt zusammengearbeitet.

Auch neben dem Platz sei Boateng „eine ganz andere Persönlichkeit. Dafür haben wir ihn geholt“, betonte der Manager: „Die Art und Weise, wie er mit den Jungs umgeht, ist ein Flashback für mich. Das macht Spaß. Den brauchen wir. Er macht es unglaublich positiv.“

Hertha BSC zu Gast bei Babelsberg 03

Positiv soll es auch fußballerisch weitergehen. Schon am Sonnabend (15.30 Uhr) testet Hertha BSC beim Regionalligisten SV Babelsberg 03. Zur Partie im Karl-Liebknecht-Stadion sind 1000 Personen zugelassen – Karten werden allerdings nur an Heimfans vergeben.

Am Mittwoch (14. Juli, 17 Uhr) folgt ein Test gegen den Zweitligisten Hannover 96, ehe die Berliner am Sonnabend (17. Juli) für ein Vorbereitungsspiel zum FC St. Pauli reisen. Nach einem weiteren Testkick gegen den VfB Lübeck (25. Juli) bezieht der Hauptstadtklub dann das zweite Trainingslager in Leogang/Österreich (25. Juli bis 1. August).

Im ersten Pflichtspiel der Saison trifft Hertha BSC in der ersten Runde des DFB-Pokals auf den Drittligisten SV Meppen (6. bis 9. August). Zum Bundesligastart am Sonntag, dem 15. August (17.30 Uhr), geht es zum 1. FC Köln.

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( dpa )