Hertha BSC

Kurios: Investor Windhorst sucht den Dialog mit Hertha-Fans

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Lars Windhorst ist seit Sommer 2018 Investor von Hertha BSC.

Lars Windhorst ist seit Sommer 2018 Investor von Hertha BSC.

Foto: Frank Molter / dpa

Der Investor von Hertha BSC bestätigt die Echtheit seines Twitter-Accounts – und geht aktiv auf die Fans des Klubs zu.

Berlin. Die Skepsis unter den Fans von Hertha BSC war berechtigt: Dass sich ein millionenschwerer Investor wie Lars Windhorst ins digitale Haifischbecken Twitter wagt, schien nicht unbedingt wahrscheinlich, also wurde die Echtheit seines Accounts lange hinterfragt. Am Montag räumte der 44 Jahre alte Finanz-Jongleur jedoch sämtlich Zweifel aus der Welt – und erntete dafür ein interessantes Echo.

„Hallo an alle Zweifler, die nicht glauben, dass das mein Account ist. Ich freue mich sehr - auch ohne blauen Haken - hier auf anregende Diskussionen und Gespräche. Viele Grüße, Ihr Lars Windhorst“, sagte der Geldgeber von Hertha BSC in einer Video-Botschaft, die er bei Twitter ausspielte.

Das Echo ließ nicht lange auf sich warten. Viele Twitter-User und Hertha-Fans äußerten sich positiv und herzlich, andere flapsig, manche kritisch oder frech. So kamen vom Account „Masochisten für Hertha“ ein ehrliches „Feedback“ und „zwei, drei Tipps“.

Unverständnis löste demnach der Umstand aus, wie Windhorst bei der Wahl seiner sportlichen Berater „zwei Mal derart daneben liegen kann“. Gemeint waren die Personalien Jürgen Klinsmann und Jens Lehmann, die Windhorst in der Vergangenheit im Aufsichtsrat der Hertha KGaA vertreten hatten und unrühmliche Schlagzeilen produzierten.

Ein weiterer Ratschlag der twitternden Hertha-Fans: „G.E.D.U.L.D. Ohne is nich“ – eine Botschaft, die sich auf die großen Ambitionen des Investors bezieht.

Windhorst hatte Hertha zu Beginn seines Engagements als potenziellen „Big City Club“ bezeichnet und eine möglichst schnelle Qualifikation für die Champions League gefordert. Eine Erwartungshaltung, die die Arbeit für die Verantwortlichen bei Hertha BSC nicht einfacher machte.

Launig wirkte der Kurzkommentar von User Peppy Marquardt: „Kannst uns duzen“, schrieb der Hertha-Anhänger.

Nutzer uersfeld befand mit Blick auf den „blauen Haken“, von dem Windhorst sprach, trocken: „Der Haken ist weiß. Bis bald im Soldiner Eck.“

Tatsächlich handelt es sich bei dem von Twitter vergebenen Verifizierungsabzeichen, einer Art „Echtheits-Garantie“ für Accounts, um einen weißen Haken auf blauem Grund. Windhorst hat dieses Zeichen vom Kurznachrichtendienst bislang noch nicht erhalten. Beim Soldiner Eck handelt es sich um eine Hertha-Gaststätte am Gesundbrunnen, in der man Windhorst wohl eher nicht antreffen dürfte.

Ob mit Theken-Atmosphäre oder nicht: Wie sich der Dialog zwischen Hertha-Investor und Hertha-Fans in Zukunft entwickelt, wird spannend zu beobachten sein.

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( BM )