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Hertha setzt auf Rückkehrer Tousart, Jarstein braucht Geduld

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Darf nach seiner Gelbsperre wieder für Hertha BSC auflaufen: Lucas Tousart (r.).

Darf nach seiner Gelbsperre wieder für Hertha BSC auflaufen: Lucas Tousart (r.).

Foto: Maja Hitij / Getty Images

Nach seiner Gelbsperre kehrt Lucas Tousart ins Team von Hertha BSC zurück. Eine andere Stammkraft wird indes noch länger fehlen.

Berlin. Er weiß, was auf ihn zukommt. „Ich habe gute Mainzer gesehen“, sagt Hertha-Coach Pal Dardai über den nächsten Gegner seines Teams, den er am vergangenen Sonntag in Ruhe beobachten konnte. Da spielte der FSV gegen den direkten Konkurrenten aus Köln, gewann im Schlussspurt mit 3:2 und zog in der Tabelle an den Berlinern vorbei. Neben einer guten Körpersprache und einer gehörigen Portion Aggressivität imponierte Dardai vor allem der Einsatzwille. „Sie sind 122 Kilometer gelaufen“, betont der Ungar, „das ist eine absolute Mentalitätsmannschaft.“

Umso mehr freut sich Herthas Cheftrainer über die neuen, alten Optionen, die ihm seit dieser Woche zur Verfügung stehen, allen voran über Lucas Tousart. Der 23 Jahre alte Franzose war beim jüngsten 2:2 gegen Gladbach zum Zuschauen verdammt, saß eine Gelbsperre ab. „Lucas kämpft wie ein Löwe“, sagt Dardai, „wenn er gesund bleibt, planen wir mit ihm. Wir brauchen seine Balleroberungen.“ Neben Tousart sei auch Sami Khedira inzwischen ein Kandidat für die Startelf.

Hertha BSC kann wieder mit Darida planen

Willkommen ist Tousarts Comeback auch deshalb, weil Vertreter Santiago Ascacibar bei seinem Vorgesetzten an Kredit verloren hat. Unmittelbar nach dem Gladbach-Spiel hatte Dardai den Argentinier wegen dessen beleidigter Attitüde bei der Auswechslung gerügt. Inzwischen folgte ein weiteres Zwiegespräch. „Ich habe ihm meine Meinung gesagt“, so Dardai: „Er muss langsam verstehen, dass das Team das wichtigste ist.“

Neben Tousart steht in am Sonntag (18 Uhr) in Mainz auch Laufwunder Vladimir Darida (Rotsperre) wieder zur Verfügung. Verzichten muss Hertha hingegen auf Stammkeeper Rune Jarstein, dem die Symptome seiner Corona-Infektion zu schaffen macht. „Er hat lange Fieber gehabt“, sagt Dardai, „das sieht nicht gut aus.“ Anders als für seine Kollegen, die in Mainz bis an die Schmerzgrenze gehen sollen, gilt für den Norweger: „Er soll sich erstmal erholen.“

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( BM )