Hertha BSC

Radonjic wird bei Hertha zum vielversprechenden Unruheherd

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Inga Böddeling
Nemanja Radonjic machte am vergangenen Sonnabend sein 6. Spiel für Hertha BSC.

Nemanja Radonjic machte am vergangenen Sonnabend sein 6. Spiel für Hertha BSC.

Foto: Soeren Stache / dpa

Nemanja Radonjic hat bei Hertha BSC gezeigt, wie wichtig er auf den Außenbahnen sein kann - und soll das auch in Zukunft machen.

Berlin. Die ersten 27 Minuten waren vielversprechend gewesen. Damals, Anfang Februar in seinem ersten Einsatz für Hertha BSC, hatte Nemanja Radonjic überzeugt. Hatte gegen Bayern München als Joker auf der linken Außenbahn gewirbelt. Das knappe 0:1 konnte der 25-Jährige zwar auch nicht verhindern, aber was von seinem Auftritt blieb, war vor allem eines: Hoffnung.

Hoffnung auf Tempo, auf starke Dribblings, auf offensive Aktionen. Doch der Serbe, im Winter von Olympique Marseille bis Saisonende ausgeliehen, verschwand nach seinem vielversprechenden Debüt erst einmal in der Bedeutungslosigkeit der Auswechselbank. Die Akklimatisierung an die Fußball-Bundesliga funktionierte nicht so richtig, hinzu kamen immer wieder kleinere Blessuren – das Resultat: nur 150 Minuten auf dem Feld.

Hertha BSC braucht Tempo in den offensiven Aktionen

Bis zum vergangenen Sonnabend. Gegen Borussia Mönchengladbach hatte Hertha-Trainer Pal Dardai ein gutes Gefühl. „Er hat sich im Training gut gezeigt, deshalb wusste ich: Wenn der Moment kommt, wird er spielen“, sagte der Ungar. Der Moment kam, Radonjic durfte in der zweiten Halbzeit ran. Allerdings über die rechte Seite – für den beidfüßigen Nationalspieler kein Problem.

Der Wintertransfer machte Dampf, war ein ständiger Unruheherd und suchte immer wieder die 1:1-Duelle gegen Gladbachs starke Abwehrspieler. Einziger Wer­muts­trop­fen: Radonjics Einsatz brachte nichts Zählbares ein. Es blieb beim 2:2. „Er hat gezeigt, was er kann“, erklärte Trainer Dardai. „In der Zukunft macht er vielleicht noch eine wichtige Torvorlage oder Tore. Diesen Nemanja brauchen wir.“

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Einen gesunden, einen, der sich nicht zurücknehmen muss und der Vertrauen in seinen Körper hat. „Man sieht auch im Training, dass er gesund ist“, hat Dardai beobachtet. „Am Anfang hat er einen Sprint gemacht oder einen Schuss abgegeben und ist dann stehengeblieben. Ich habe ihm gesagt, dass er das auskurieren muss. Er ist jetzt fit – das haben wir gut hinbekommen.“

Die Hoffnung ist groß, dass Radonjic im Saisonendspurt ein wichtiger Baustein wird, um den Klassenerhalt zu sichern. Ob der Flügelspieler auch über den Sommer hinaus beim Hauptstadtklub bleibt, ist fraglich. Und hängt sicherlich auch davon ab, ob Hertha in der kommenden Saison erst- oder zweitklassig unterwegs ist.

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