Kontrollgremium

Ex-Premiere-Chef Kofler wird Aufsichtsrat bei Hertha BSC

| Lesedauer: 2 Minuten
Rückt als Vertreter von Millionen-Investor Lars Windhorst in den Aufsichtsrat von Hertha BSC: Georg Kofler.

Rückt als Vertreter von Millionen-Investor Lars Windhorst in den Aufsichtsrat von Hertha BSC: Georg Kofler.

Foto: dpa

Georg Kofler war als Premiere-Chef ganz nah am Bundesliga-Ball. Nun macht ihn Lars Windhorst zum Aufsichtsrat.

Berlin. Zuletzt engagierte sich Georg Kofler bei der TV-Show „Die Höhle der Löwen“, jetzt wird er Aufsichtsrat bei Hertha BSC. Der ehemalige Premiere-Chef rückt als Vertreter von Millionen-Investor Lars Windhorst in das Kontrollgremium des Berliner Fußball-Bundesligisten. Das bestätigte der Hertha-Geldgeber der Deutschen Presse-Agentur.„Dr. Georg Kofler hat aktuell zugesagt, uns im Hertha-Aufsichtsrat zu vertreten. Ich freue mich sehr, dass wir damit nun komplett und sehr professionell aufgestellt sind – Georg Kofler für Medien- und Marketingfragen, Jens Lehmann für den Sport, Dr. Thomas Werlen aus Zürich für juristische Themen“, sagte Windhorst am Dienstag.

Der 63 Jahre alte Kofler leitete von 1988 bis 2000 den Fernsehsender ProSieben. Später stand der in Bruneck in Südtirol geborene Medien-Manager mehrere Jahre als Vorstandsvorsitzender des Sky-Vorgängers Premiere an der Spitze des langjährigen Pay-TV-Rechteinhabers der Fußball-Bundesliga. 2007 zog er sich aus dem Geschäftsfeld zurück, nachdem er zuvor große Aktienanteile veräußert hatte.

Windhorst engagiert sich seit 2019 als Investor bei der Hertha und hat bislang 290 Millionen Euro überwiesen. Weitere 84 Millionen Euro stehen bis Saisonende noch aus. Dafür hält er 66,6 Prozent der Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co. KgaA und kann vier der neun Mitglieder des Aufsichtsrates benennen. Für Windhorst gehört auch noch Tarek Malak von dessen Tennor-Group zu dem Gremium. Die Vertreter seien alle „Experten, deren Rat dem Verein zugute kommen wird. Dies unterstreicht noch einmal die Ernsthaftigkeit unseres Engagements“, sagte Windhorst.

Zunächst hatte Jürgen Klinsmann einen Platz für Windhorst im Aufsichtsrat eingenommen, diesen aber nach seinem spektakulären Rücktritt als Hertha-Trainer vor einem Jahr verloren. Dafür rückte Ex-Nationaltorwart Lehmann nach, der sich zuletzt auch mehrfach zur Vereinspolitik öffentlich geäußert und unter anderem „mehr Dankbarkeit“ für das Engagement Windhorsts in den Hertha-Gremien gefordert hatte.

Anfang Dezember machte Hertha BSC in dem ehemaligen Sky-Chef Carsten Schmidt einen Nachfolger Koflers beim Pay-TV-Sender zum Vorsitzenden der Geschäftsführung. „Er bringt sehr viel Schwung und neue Ideen, ist mit großer Leidenschaft dabei. Ich bin überzeugt, er ist für Hertha der Richtige, und werde ihn unterstützen, wenn ich kann“, sagte Windhorst über Schmidt.

dpa