Hertha BSC

Windhorst zu Hertha BSC: Klinsmanns Impulse „nicht falsch“

Lars Windhorst investierte seit Sommer 2019 insgesamt 374 Millionen Euro bei Hertha BSC.

Lars Windhorst investierte seit Sommer 2019 insgesamt 374 Millionen Euro bei Hertha BSC.

Foto: Soeren Stache / dpa

Ein Jahr nach dem Blitz-Abgangs des früheren Trainers blickt der Investor von Hertha BSC zurück – und sieht nicht nur Schlechtes.

Berlin. Millionen-Investor Lars Windhorst sieht den spektakulären Rücktritt von Jürgen Klinsmann als Trainer bei Hertha BSC auch nach genau einem Jahr unverändert kritisch. „Die Art seines Abgangs war und ist für mich nicht akzeptabel. Bis heute bedaure ich, dass Jürgen Klinsmann so gehandelt hat“, sagte der Hertha-Geldgeber der Deutschen Presse-Agentur.

Klinsmann hatte am Donnerstag vor einem Jahr nach massiven internen Differenzen mit der Geschäftsführung seinen Posten beim Berliner Fußball-Bundesligisten ohne Vorwarnung geräumt und war in seine Heimat Kalifornien zurückgekehrt.

Die Arbeit Klinsmanns, der von ihm zunächst als Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten installiert worden war und dann im November 2019 das Traineramt übernommen hatte, bewertet Windhorst allerdings nicht nur negativ.

Klinsmann-Rückkehr zu Hertha BSC ausgeschlossen

„Rückblickend stellen inzwischen ja viele fest, dass viele Impulse und Analysen von Jürgen Klinsmann so falsch nicht waren. Es hätte sehr konstruktiv sein können“, sagte der 44-Jährige. Hertha sicherte sich in der Vorsaison erst unter Klinsmanns zweitem Nachfolger Bruno Labbadia den Klassenverbleib. Aktuell stecken die Berliner unter dessen Nachfolger Pal Dardai wieder im Abstiegskampf.

Im Nachgang waren im Vorjahr Aufzeichnungen des einstigen Bundestrainers publik geworden, in denen dieser massiv den kürzlich beurlaubten Manager Michael Preetz diskreditierte.

Klinsmann selbst wollte sich zu dem Jahrestag seines Rücktritts nicht äußern. Eine weitere Zusammenarbeit mit Klinsmann als Aufsichtsrat war für Windhorst damals nicht möglich. „Durch die Art seines Abgangs hat er leider die Tür zugeschlagen. Aber wir sollten nicht weiter in der Vergangenheit wühlen“, sagte der Unternehmer.

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( dpa )