Hertha BSC

Hertha-Boss Schmidt: "Khedira ist ein großartiger Leader"

| Lesedauer: 2 Minuten
BM
Carsten Schmidt ist seit Dezember der neue starke Mann bei Hertha BSC. 

Carsten Schmidt ist seit Dezember der neue starke Mann bei Hertha BSC. 

Foto: Felix Hörhager / dpa

Herthas neuer Macher Carsten Schmidt spricht über Verhandlungen mit Sami Khedira und das veränderte Selbstverständnis des Klubs.

Berlin. Carsten Schmidt wollte kein großes Geheimnis aus der Sache machen. Seit Sonntagvormittag waren die Gerüchte um eine Verpflichtung von Sami Khedira (33) in der Welt, also bezog der neue Hauptgeschäftsführer von Hertha BSC Stellung.

„Wir sind in Gesprächen mit Sami", bestätigte Schmidt in der Sendung Sky90: "Ich hatte vor kurzem ein langes Telefonat mit ihm. Ich halte ihn für einen großartigen Leader, einen sehr erfolgreichen Fußballer, der viele Profivereine durchlaufen und dort viel Erfahrung gesammelt hat.“

Tatsächlich steht der Weltmeister von 2014 in Berlin vor der Vertragsunterschrift. Für den Mittelfeldspieler wäre es nach gut zehn Jahren bei Real Madrid und Juventus Turin die Rückkehr in die Bundesliga.

Bei Hertha soll der Routinier das offenkundige Führungsvakuum auf dem Platz ausfüllen. Über die nötige Ausstrahlung und Erfahrung verfügt der Schwabe allemal, allerdings liegt sein letzter Pflichtspieleinsatz ein halbes Jahr zurück. In den vergangenen beiden Spielzeiten hatte Khedira vor allem mit Verletzungsproblemen zu kämpfen.

Hertha BSC ist jetzt ein "Attacke-Klub"

Schmidt sprach überdies über das veränderte Selbstverständnis bei Hertha BSC. "Wir waren ein Aus- und Weiterbildungsverein", sagte er, "und das übrigens sehr erfolgreich."

Inzwischen sei Hertha jedoch "ein Attacke-Klub". Seit dem Einstieg von Investor Lars Windhorst im Sommer 2019 "wollen wir nach Europa und sagen das auch".

Das Verhältnis zum Geldgeber bezeichnete Schmidt als gut, wenngleich er zugab, dass die Kultur des Traditionsvereins erst mit dem Investor zusammenfinden musste.

Auch über Windhorsts sportlichen Berater Jens Lehmann äußerte sich Herthas neuer starker Mann wohlwollend. "Jens Lehmann nimmt seinen Job maximal ernst", sagte Schmidt: "Ich habe ihn über Weihnachten besucht. Wir wollen seine Expertise einbinden." Ex-Manager Michael Preetz hatte zuvor ein eher distanziertes Verhältnis zum früheren Weltklasse-Torwart gepflegt.

Gerüchte über eine mögliche Verpflichtung von Eintracht Frankfurts Manager Fredi Bobic oder Ralf Rangnick kommentierte Schmidt derweil nicht, bestätigte jedoch gute persönliche Kontakte.

Mehr über Hertha BSC lesen Sie hier.