Hertha BSC

Cordoba-Comeback schürt bei Hertha BSC neue Hoffnung

Trainer Labbadia sieht bei Hertha BSC viel positiven Einfluss des Rückkehrers - und hofft zudem auf den Effekt des neuen Rasens.

Stürmer Jhon Cordoba trainiert bei Hertha BSC seit dieser Woche wieder mit dem Team.

Stürmer Jhon Cordoba trainiert bei Hertha BSC seit dieser Woche wieder mit dem Team.

Foto: Jan-Philipp Burmann / dpa

Berlin. Manchmal muss man sich mit den kleinen Freuden begnügen. Dass das Weihnachts-Päuschen bei Hertha BSC äußerst kurz ausfiel, war für Trainer Bruno Labbadia zwar „sehr, sehr eigenartig“, doch anders als hierzulande sei das in England ja Usus. Tatsächlich haben Spiele am zweiten Weihnachtstag dort Tradition – in Deutschland hingegen dürfte der eng getaktete Spielplan die Ausnahme bleiben. Anders ausgedrückt: Es kommen auch wieder bessere Zeiten.

Was für das coronageplagte Leben im Allgemeinen gilt, gilt für Hertha im Speziellen. Besser muss es werden, am besten schon im ersten Heimspiel 2021 am Sonnabend gegen Schalke (18.30 Uhr, Sky).

Dass das Tabellenschlusslicht gerade einen neuen Coach präsentierte, macht die Gegner-Analyse nicht einfacher, ändert in der Sache aber nichts. „Christian Gross ist ein sehr erfahrenen Trainer, der weiß, wo er ansetzen wird“, sagte Labbadia am Mittwoch, „viel wichtiger ist aber, dass wir auf uns schauen.“ Anders als zuletzt müssen seine Spieler den Matchplan verinnerlichen und konsequent umsetzen.

Der Kolumbianer ist bei Hertha BSC ein Fixpunkt

Einer, der die Hoffnung auf einen erfolgreichen Jahresstart befeuert, ist Stürmer Jhon Cordoba, der nach seiner auskurierten Sprunggelenksverletzung wieder mit der Mannschaft trainiert. Beim Rückkehrer hat der Trainer gleich große „Lust und Freude“ ausgemacht – „das hat er total auf das Team übertragen“. Überhaupt: Man habe den Kolumbianer „sehr vermisst“.

Tatsächlich war Cordoba (kam im Sommer für 15 Millionen Euro aus Köln) vor seinem Ausfall ein Fixpunkt im Team, weil er mit seiner körperlichen Präsenz Räume schuf und viele Bälle behauptete. Eigenschaften, die die Statik des Berliner Spiels maßgeblich prägten, zudem gelangen Cordoba (27) in sieben Spielen drei Treffer und eine Vorlage.

„Er ist ein positiver Typ und tut der Mannschaft gut“, sagte Labbadia. Dass er schon für 90 Minuten infrage kommt, ist angesichts seiner zweimonatigen Pause aber unwahrscheinlich.

An Silvester trainiert Hertha BSC im Olympiastadion

Ein zweiter Mutmacher findet sich im Olympiastadion, wo der ramponierte Rasen durch ein frisches Grün ersetzt wurde. Nach dem desolaten 0:0 gegen Mainz hatte sich der Coach über den katastrophalen Zustand des Platzes beschwert, umso größer war nun die Freude über die neuen Arbeitsbedingungen.

„Wir werden an Silvester sogar im Stadion trainieren, um ein Gefühl für den Rasen zu bekommen“, sagte Labbadia: „Wir sind sehr froh und dankbar, dass das klappt.“ Noch so eine kleine Freude. JL