Hertha BSC

Hertha BSC hadert mit der Überbelastung seiner Spieler

Die Vorbereitung auf das Spiel gegen den BVB gestaltet sich bei Hertha BSC schwierig. Nur eine Trainingseinheit auf dem Plan.

Peter Pekarik, Rechtsverteidiger bei Hertha BSC, stand insgesamt 300 Minuten für die slowakische Nationalmannschaft auf dem Feld.

Peter Pekarik, Rechtsverteidiger bei Hertha BSC, stand insgesamt 300 Minuten für die slowakische Nationalmannschaft auf dem Feld.

Foto: PETER MORRISON / dpa

Berlin. Michael Preetz ist wenig begeistert. Dass ein Großteil der Spieler von Hertha BSC auf Länderspielreisen quer durch Europa gehen musste, sei „überschaubar sinnvoll“ gewesen. Angesichts der verschärften Pandemie-Lage sicherlich vermeidbar. Mittlerweile sind einige Nationalspieler wieder zurück beim Fußball-Bundesligisten in Berlin.

Matteo Guendouzi konnte bereits mit der Mannschaft trainieren, bei Rune Jarstein wartet man noch auf das zweite negative Corona-Testergebnis, ehe der norwegische Keeper zum Team stoßen darf. Peter Pekarik, Vladimir Darida und Krzysztof Piatek können wohl erst am Freitag wieder mitmischen – negative Corona-Tests vorausgesetzt. „Wir hatten natürlich wenig Zeit, mit allen zu arbeiten. Eigentlich werden wir nur eine Trainingseinheit mit allen zusammen haben“, erklärte Trainer Bruno Labbadia am Donnerstag.

Hertha-Profi Pekarik: 300 Minuten für die slowakische Auswahl

Nicht die allerbesten Voraussetzungen für das Bundesliga-Spiel am Sonnabend gegen Borussia Dortmund (20.30 Uhr, Olympiastadion). Hinzu kommt, dass einige Nationalspieler extrem gefordert waren. Darida absolvierte beide Nations-League-Spiele der tschechischen Auswahl über 90 Minuten, Pekarik war mit der Slowakei „zehn Tage weg und hat 300 Minuten in den Beinen“ , sagt Manager Preetz. „Das ist schon recht happig. Die Spieler kommen jetzt an ihre Belastungsgrenzen.“

Für die Partien in der Nations League und diverse Verträge der Verbände mit der Uefa hat Preetz noch halbwegs Verständnis. Die Freundschaftsspiele aber „sind ganz sicher nicht nur aus meiner Sicht völlig überflüssig.“ Nun müssten die Vereine wieder mit den Konsequenzen und der Überbelastung leben. „Das ist nicht optimal. Das muss ganz klar festgehalten werden“, sagt Preetz.

Hertha BSC will an Erfolg vor der Pause anknüpfen

Trainer Labbadia hätte nicht nur gern intensiver mit seiner Mannschaft trainiert, ausgeruhte Spieler würden den Optimismus vor dem Topspiel gegen Dortmund sicher auch steigern. „Da müssen wir sehr sehr gut handeln, die Jungs müssen sich regenerieren“, weiß der 54-Jährige. „Wir werden viel über Videoanalyse erarbeiten, wie wir gegen den BVB spielen wollen. Das wird weniger im Training, eher über Bilder gehen.“

Immerhin kommen fast alle Hertha-Nationalspieler dank einiger Siege und gelungener EM-Qualifikation (Pekarik) mit ordentlich Schwung zurück nach Westend. Und dann wäre da auch noch der Wunsch, an das jüngste Erfolgserlebnis in der Liga anzuknüpfen, das 3:0 gegen Augsburg vor der Länderspielpause.

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