Hertha BSC

Herthas Nationalspieler: Piatek trifft, Lukebakio gibt Debüt

Stürmer Piatek holt sich beim Nationalteam Selbstvertrauen für seine neue Rolle bei Hertha BSC – und posiert mit einer Legende.

Krzysztof Piatek (l.) ist nach der Verletzung von Jhon Cordoba bei Hertha BSC gesetzt.

Krzysztof Piatek (l.) ist nach der Verletzung von Jhon Cordoba bei Hertha BSC gesetzt.

Foto: BARTOSZ SIEDLIK / AFP

Berlin. Diese Chance ließ er sich nicht entgehen. Nach dem Länderspiel gegen die Ukraine bat Herthas polnischer Nationalspieler Krzysztof Piatek (25) den früheren Weltklassestürmer Andrej Schewtschenko (44) um ein gemeinsames Foto. „Eine Legende und einer meiner echten Förderer“, schrieb der Angreifer am Mittwochabend neben sein Bild mit dem Ukraine-Coach. Die Botschaft war klar: Seht her, wenn eine Größe wie Schewtschenko etwas auf mich hält, dürft ihr es auch!

Zuvor hatte der Berliner schon eine andere Chance genutzt, nämlich jene zur Führung. Am Ende gewann Polen die Partie mit 2:0 – Piatek zählte als Torschütze zu den Matchwinnern. Ein Erfolgserlebnis, das ihm weiter Auftrieb geben wird, ähnlich wie sein jüngster Joker-Treffer für Hertha gegen Augsburg .

Trainer Bruno Labbadia wird all das gern gesehen haben, schließlich sind die Berliner stärker auf Piatek angewiesen denn je . Stammstürmer Jhon Cordoba (Bänderverletzung im Sprunggelenk) fällt wohl bis zum Rückrundenstart aus, daher ist Piatek plötzlich gesetzt. Weil der 24-Millionen-Euro-Mann zuletzt nur von der Bank kam, wird ihm die zusätzliche Matchpraxis, die er bei der Nationalelf sammelt, gut tun.

Herthas Lukebakio an Torvorbereitung beteiligt

Schewtschenko dürfte wenig Zweifel daran haben, dass Piatek Hertha helfen kann – schon im Sommer 2019 outete er sich als Fan des Stürmers. Damals übernahm Piatek bei seinem Ex-Klub AC Mailand die prestigeträchtige Rückennummer neun, die von Vereins-Ikonen wie Marco van Basten, George Weah oder Filippo Inzaghi geprägt wurde. Einerseits ein Ritterschlag, andererseits eine Bürde, doch Milan-Ikone Schewtschenko traute Piatek das Neuner-Erbe zu. „So wie er sich eingeführt hat, mit seiner Natürlichkeit und seinen wichtigen Toren, hat er die Neun verdient“, sagte der Ukrainer. Zur Erinnerung: Nach dem Weggang von Alexander Esswein schnappte sich Piatek auch bei Hertha die Neun.

Sein Berliner Angreifer-Kollege Dodi Lukebakio (23) sammelte am Mittwoch ebenfalls weiteres Selbstvertrauen. Er absolvierte sein erstes Länderspiel für Belgien. Beim 2:1 gegen die Schweiz stand er in der Startelf und war als linker Flügelspieler an der Vorbereitung des Siegtores beteiligt.

Er wolle unbedingt zur EM, sagte der Berliner der belgischen Zeitung „Het Laatste Nieuws“: „Dafür werde ich alles geben.“JL

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