Hertha BSC

Alles oder nichts: Herthas Pekarik kämpft um seinen EM-Traum

Bei Hertha BSC erlebt Peter Pekarik seinen zweiten Frühling. Nun will der Routinier seine Nationalmannschafts-Karriere krönen.

Peter Pekarik spielt seit 2012 für Hertha BSC. Seine Bilanz: 174 Pflichtspiele, vier Tore, zwölf Vorlagen. Sein Vertrag läuft bis 2021.

Peter Pekarik spielt seit 2012 für Hertha BSC. Seine Bilanz: 174 Pflichtspiele, vier Tore, zwölf Vorlagen. Sein Vertrag läuft bis 2021.

Foto: firo Sportphoto/Marcel Engelbrecht / picture alliance / augenklick/firo Sportphoto

Berlin. Einmal noch bei einem großen Turnier auflaufen – für Peter Pekarik (33) wäre das die Krönung eines Höhenflugs, den er in dieser Form wohl selbst nicht mehr erwartet hat. Am Donnerstagabend bietet sich Herthas Rechtsverteidiger die wohl letzte Chance auf eine EM-Teilnahme. Um 20.45 Uhr spielt er mit der Slowakei im Play-off-Finale der EM-Qualifikation in Nordirland (live bei DAZN). Eine Partie, in der gute Nerven gefordert sind.

Wie wertvoll Pekarik in solch heiklen Lagen ist, hat er bei Hertha zuletzt eindrucksvoll bewiesen. Unter Trainer Bruno Labbadia wandelte sich der dienstälteste Berliner Profi im Abstiegskampf der Vorsaison vom Notnagel zum Stammspieler, verlieh der Mannschaft mit seiner Routine viel Sicherheit. Mehr noch: In den 16 Pflichtspielen unter Labbadia gelangen dem Defensiv-Experten sogar zwei Tore und zwei Vorlagen. Ein Paradebeispiel dafür, dass sich Fleiß, Disziplin und Hartnäckigkeit irgendwann auszahlen.

Seit April ist Pekarik bei Hertha BSC wieder wichtig

Die Zeit vor Labbadias Ankunft war für Pekarik ja keine einfache. Im Sommer 2018 rutschte die vormalige Stammkraft bei Hertha ins zweite Glied, doch beschwert hat er sich nie. „Ein besseres Vorbild für junge Spieler gibt es gar nicht“, schwärmt Labbadia: „Er bereitet sich vor dem Training vor, gibt auf dem Platz immer 100 Prozent und macht dann noch individuelle Übungen zur Nachbereitung.“ Sein Fazit: „Peka ist ein absoluter Musterprofi.“

Umso mehr wäre ihm zu gönnen, dass es mit dem EM-Ticket klappt. Im Halbfinale musste er mit seinem Team bereits einen echten Krimi meistern: Das Kräftemessen mit Irland endete nach Elfmeterschießen 4:2, und Pekarik stand trotz seines fortgeschrittenen Fußballer-Alters 120 Minuten lang seinen Mann. „Was das Alter betrifft, sehe ich bei ihm keine Grenzen“, sagt Labbadia.

Routinier von Hertha BSC steht vor 94. Länderspiel

Dass Hertha mit Deyovaisio Zeefuik (22) im Sommer einen deutlichen jüngeren Rechtsverteidiger verpflichtete, ließ Pekarik kalt. Während Zeefuik meist auf der Bank sitzt, ist der Altmeister gesetzt.

Nun also will er sich in seinem 94. Länderspiel einen letzten großen Traum im Trikot der Nationalelf erfüllen. Nach der WM 2010 und der EM 2016 wäre die EM 2021 sein drittes großes Turnier.

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