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Hertha BSC vor Leihe von Arsenal-Talent Guendouzi

Hertha BSC will Mittelfeldtalent Matteo Guendouzi vom FC Arsenal leihen. Arne Maier wird Berlin wohl vorerst verlassen.

Matteo Guendouzi (21) hat für den FC Arsenal 82 Pflichtspiele absolviert. Nur steht er vor einer Leihe zu Hertha BSC.

Matteo Guendouzi (21) hat für den FC Arsenal 82 Pflichtspiele absolviert. Nur steht er vor einer Leihe zu Hertha BSC.

Foto: Gareth Fuller/NMC Pool / picture alliance / empics

Berlin. Das Profil passt ins Beuteschema: Jung, hochtalentiert, aber trotzdem schon erfahren – Matteo Guendouzi (21) wäre nicht der erste Profi, der mit diesen Attributen zu Hertha BSC kommt. Nach Morgenpost-Informationen soll der französische Mittelfeldspieler vom FC Arsenal nun für ein Jahr auf Leihbasis nach Berlin wechseln. Zunächst hatten „Kicker“ und „Bild“ über den Deal berichtet.

Beim Premier-League-Klub hat der U21-Nationalspieler derzeit wenig Aussicht auf Spielzeit, mit einem Marktwert von 32 Millionen Euro ist er für Hertha jedoch zu teuer. Kurz vor Ende der Wechselperiode (Montag, 18 Uhr) läuft nun alles auf ein Leih-Geschäft hinaus.

Bei Arsenal fiel der Franzose nicht nur positiv auf

Ausgebildet wurde Guendouzi im Nachwuchs von Paris St. Germain, ehe er beim FC Lorient erste Profi-Erfahrung in der ersten und zweiten Liga sammelte. 2018 wechselte der Lockenkopf für acht Millionen Euro nach England. Für Arsenal absolvierte er insgesamt 82 Pflichtspiele, schoss dabei ein Tor und bereitete fünf Treffer vor.

Unter Trainer Mikel Arteta, der Arsenal im Dezember 2019 übernahm, fiel Guendouzi allerdings mehrfach in Ungnade. Grund dafür war sein unangebrachtes Verhalten – unter anderem soll er während eines Premier-League-Spiels vor den Gegner mit seinem Gehalt geprotzt haben. Zwischenzeitlich wurde er deshalb für zwei Wochen vom Mannschaftstraining verbannt. Sein dem 20. Juni stand er nicht mehr im Kader.

Hertha BSC leiht Arne Maier wohl aus

Er setzte nur auf Spieler, „die Werte respektieren, die wir umsetzen wollen, die sich unserer Kultur zu 100 Prozent verpflichtet fühlen“, sagte der Coach: „Und auf Spieler, die jeden Tag dem gerecht werden, was wir von ihnen erwarten.“

Weil die Verpflichtungen anderer zentraler Mittelfeldspieler wie Jeff Reine-Adelaide (Olympique Lyon) und Marko Grujic (FC Liverpool) ins Stocken geraten sind, hat sich Hertha nun trotz des streitbaren Charakters des Spielers für Guendouzi entschieden.

Die Perspektive für Mittelfeldspieler Arne Maier (21), der sich unbedingt mehr Einsatzzeit wünscht, hat sich damit konkretisiert. Wie der „Kicker“ berichtet, wechselt der Kapitän der U21-Nationalmannschaft auf Leihbasis für ein Jahr zum Liga-Konkurrenten Arminia Bielefeld.

Auch Löwen ist bei Hertha BSC wieder ein Thema

Wie die „Bild“ berichtet, holt der Hauptstadtklub überdies den ausgeliehenen Eduard Löwen (23) vom FC Augsburg zurück. Der robuste Mittelfeldspieler war 2019 für sieben Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg geholt worden, konnte sich bei Hertha aber nicht durchsetzen.

Weil er unter Ex-Coach Jürgen Klinsmann keine Chance sah, war Löwen im Januar auf Leihbasis nach Augsburg gewechselt, wo er in der vergangenen Rückrunde zur festen Rotation zählte. Seine Bilanz: 16 Spiele, zwei Tore, eine Vorlage.

Löwen würde Herthas Mittelfeld zwar mehr Alternative geben, wirkt angesichts der großen Ambitionen in Westend jedoch eher wie eine Notlösung. Angesprochen auf den komplizierten Transfermarkt klang Trainer Bruno Labbadia zuletzt frustriert: „Die Situation ist leider nicht so, wie wir sie uns vorgestellt haben.“

Rekik nach Sevilla, Alderete im Anflug

Innenverteidiger Karim Rekik (25) steht derweil vor einem Wechsel zum FC Sevilla. Der Niederländer weilt bereits in Andalusien, um den obligatorischen Medizincheck zu absolvieren. Bei Hertha war die einstige Stammkraft zuletzt nur noch zweite Wahl. Rekik, dessen Vertrag in Berlin bis 2021 datiert ist, erhofft sich in Spanien mehr Spielzeit.

Als Ersatz scheinen die Berliner Paraguays Nationalspieler Omar Alderete (23) vom FC Basel zu verpflichten. Er soll am Montag den Medizincheck in der Hauptstadt absolvieren. Der 1,88 Meter große Linksfuß war erst im Vorjahr in die Schweiz gewechselt und hatte sich auf Anhieb zum Abwehrchef aufgeschwungen. Sein Marktwert wird auf drei Millionen Euro taxiert. BM

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