Hertha BSC

Hertha BSC erwartet gestresste Bayern nicht im Schongang

Auch nach dem nächsten Titel der Münchner glaubt Herthas Trainer nicht daran, dass es gegen die Bayern nun einfacher werden könnte.

Maximilian Mittelstädt (r.) hofft in München auf einen ähnlich guten Hertha-Auftritt wie im vergangenen Jahr.

Maximilian Mittelstädt (r.) hofft in München auf einen ähnlich guten Hertha-Auftritt wie im vergangenen Jahr.

Foto: Uwe Koch/ Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Pressefoto

Berlin. Dass Bayern München nicht nur Fußballspielen kann, sondern auch kämpfen, demonstrierte der Champions-League-Sieger am Mittwochabend. Es war ein zähes Duell um den nationalen Supercup gegen Borussia Dortmund, das auf ein Unentschieden zusteuerte, doch kurz vor dem Ende drückte Joshua Kimmich den Ball im Fallen über die Linie zum 3:2. „Wir haben für den Pott gefightet, auch wenn es nicht unser bestes Spiel war“, sagte Kimmich nach dem fünften Titel, den die Münchener in diesem Jahr gewonnen haben.

So eine Erfolgskonstanz ringt auch Bruno Labbadia unheimlich viel Respekt ab. „Die Bayern haben in den vergangenen Jahren, gerade in der zurückliegenden Saison, fantastische Arbeit geleistet. Permanent das Leistungsniveau so hochzuhalten, spricht für ihre mentale Stärke und Qualität. Der FC Bayern ist seit Jahren nicht nur stark, sondern auch absolut dominant“, sagt der Coach von Hertha BSC. Er darf am Sonntag mit seiner Mannschaft in der Bundesliga bei den Alles-Gewinnern antreten (18 Uhr, Sky). Ohne Zuschauer, wie der Rekordmeister mitteilte. Demnach traf das Münchner Gesundheitsamt „diese Entscheidung aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie“.

Herthas Mittelstädt erinnert an das 2:2 in der Vorsaison

Wie das Kaninchen vor der Schlange sieht der 54-Jährige die Berliner dabei nicht. „Wir müssen nicht drüber reden, dass Bayern die höhere Qualität hat. Aber wir wollen natürlich gegen jeden Gegner versuchen, die Spiele zu gewinnen“, so Labbadia kämpferisch. Mittelfeldspieler Maximilian Mittelstädt gibt sich ebenfalls zuversichtlich: „Spiele in München sind nie einfach, aber wir haben schon in der vergangenen Saison gezeigt, dass wir dort punkten können. Wir wollen mit einem positiven Gefühl in die Pause gehen!“ Zum Ligastart gab es vor über einem Jahr in München ein 2:2.

Anders als Hertha gehen die Bayern schon sehr angestrengt in die Partie. Zuletzt mussten die Münchner, die bereits die Champions-League-Wochen in Lissabon in den Knochen haben, unter der Woche gleich zwei Spiele mehr absolvieren. Vergangenen Sonntag gab es mit dem 1:4 in Hoffenheim nach dem Uefa-Supercup zuvor einen überraschenden Dämpfer.

Daraus will Labbadia jetzt allerdings nichts Wesentliches ableiten. „Man kann immer etwas mitnehmen und man kann es nicht vergleichen, weil es immer andere Spiele sind“, so Herthas Coach: „Ich gehe davon aus, dass sie sich nicht schonen werden, da müssen wir uns drauf einstellen.“ Das hat Kimmich mit seinem Siegtreffer im Supercup wohl unmissverständlich klar gemacht.

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