Bundesliga

Zugang Cordoba punktet bei Hertha im internen Stürmerduell

Zugang Cordoba ist für Hertha BSC gleich an zwei Toren beteiligt, Startelf-Stürmer Piatek bleibt glücklos. Welche Folgen hat das?

Zugang Jhon Cordoba (l.), hier mit Trainer Bruno Labbadia, drängt bei Hertha BSC in die Startformation.

Zugang Jhon Cordoba (l.), hier mit Trainer Bruno Labbadia, drängt bei Hertha BSC in die Startformation.

Foto: Carmen Jaspersen / dpa

Berlin. Drei Angreifer bejubeln Tore, einer trifft die Querlatte: Die Offensiv-Fraktion von Hertha BSC hat sich beim überraschenden 4:1 gegen Werder Bremen am Sonnabend in starker Frühform gezeigt. Nach Dodi Lukebakio (2:0, 45.+2) und Matheus Cunha (3:0, 63.) traf beim Ligastart auch Zugang Jhon Cordoba (4:1, 90.), der zudem das dritte Tor eingeleitet hatte. Startelf-Stürmer Krzysztof Piatek blieb indes ohne zählbaren Erfolg. Muss der Pole nun um seinen Stammplatz bangen?

Spätestens seit Sonnabend ist der Konkurrenzkampf um die Hauptrolle im Berliner Sturm eröffnet – eine Situation, die Trainer Bruno Labbadia ausdrücklich begrüßt. Vor unzufriedenen Bankspielern ist dem früheren Angreifer jedenfalls nicht Bange, im Gegenteil: „Konkurrenzkampf ist unser geringstes Problem“, sagte der Coach am Sonntag, „so, wie wir spielen, brauchen wir das.“

Cordoba und Piatek als Doppelspitze? Labbadia schließt das bei Hertha BSC nicht aus

Mit Piatek (25), der im Winter für stattliche 24 Millionen Euro vom AC Mailand kam, war Labbadia in Bremen nur bedingt zufrieden. „Er hatte seinen Lattenkopfball in der ersten Halbzeit, in der zweiten Halbzeit aber auch einige Ballverluste“, sagte der Trainer, gab allerdings zu bedenken, dass Piatek durch eine fünftägige Corona-Quarantäne nicht wie geplant trainieren konnte.

Zwar hatte Labbadia zuletzt darauf verwiesen, dass er sich Piatek und Cordoba auch als Duo vorstellen könne, allzu wahrscheinlich ist die Variante jedoch nicht. Mit einer Doppelspitze sowie den Außenangreifern Lukebakio und Matheus Cunha wäre Herthas Elf ungemein offensiv aufgestellt – und würde wohl die zuletzt intakte Balance verlieren. Hinzu kommt: Bleibt einer von beiden zunächst auf der Bank, kann er das Spiel in der letzten halben Stunde als Joker beleben. So wie Cordoba in Bremen.

Cordoba oder Piatek - wer stürmt für Hertha BSC im Olympiastadion?

Der wuchtige Kolumbianer (kam für 15 Mio. Euro vom 1. FC Köln) hat gleich seine erste Chance genutzt, um Werbung in eigener Sache zu machen. „Seine Eingewöhnungszeit war kurz, aber wir wussten, dass wir ihn jederzeit bringen können“, lobte Labbadia: „Er hat ein Tor vorbereitet und eins gemacht – wir hätte nichts dagegen, wenn’ so weitergeht.“

Piatek hingegen wirkte bei seiner Auswechslung alles anderes als glücklich. Welcher der beiden Stürmer am Freitagabend (20.30 Uhr) im ersten Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt beginnen darf? Darüber werden auch die Leistungen der kommenden Trainingswoche entscheiden.

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