Hertha BSC

Was Sie zum Ligastart von Hertha BSC in Bremen wissen müssen

In Bremen trifft Hertha BSC erstmals wieder auf seinen Leih-Spieler Davie Selke, der gegen seine Ex-Klubs oft aufgetrumpft hat.

Davie Selke steht bei Hertha BSC unter Vertrag, ist aber an Werder Bremen ausgeliehen. Nun kommt es zum Wiedersehen.

Davie Selke steht bei Hertha BSC unter Vertrag, ist aber an Werder Bremen ausgeliehen. Nun kommt es zum Wiedersehen.

Foto: Carmen Jaspersen / dpa

Berlin. Nach dem Pokal-Debakel in Braunschweig braucht Hertha BSC dringend ein Erfolgserlebnis, am besten schon am ersten Spieltag. Zum Auftakt der neuen Saison gastieren die Berliner am Sonnabend (15.30 Uhr, Sky) beim Fast-Absteiger Werder Bremen - vor 8.500 Zuschauern.

Nach den fünf Gegentoren der Vorwoche muss Hertha-Coach Bruno Labbadia vor allem die Defensive stabilisieren. Die Rückkehr des Innenverteidiger-Duos Dedryck Boyata und Jordan Torunarigha macht diesbezüglich Mut.

Die größten Hoffnungen ruhen jedoch auf Fußball-Künstler Matheus Cunha (21). Der junge Brasilianer war einer der Lichtblicke im Pokal, wurde in der Trainingswoche aber von einer Erkältung ausgebremst. Ob der Offensiv-Allrounder in Bremen in der Startelf stehen kann, entscheidet sich wohl erst kurzfristig.

Hertha BSC gegen den SV Werder Bremen live: Hier geht's zum Ticker.

Hertha gegen Bremen: Stürmer Piatek zurück

Sicher ausfallen werden Flügelstürmer Javairo Dilrosun (Oberschenkelprobleme) und Sechser Santiago Ascacibar (Aufbautraining nach Mittelfußverletzung), dafür kehrt der polnische Nationalstürmer Krzysztof Piatek nach überstandener Quarantäne ins Aufgebot zurück.

Auch der 15-Millionen-Zugang Jhon Cordoba könnte bereits eine Option sein. Der Kolumbianer betonte bei seiner Vorstellung am Mittwoch, dass er sich „fit und bereit“ fühle, Labbadia ließ jedoch offen, ob der neue Stürmer bereits zum Einsatz kommt.

Und Bremen? Trainer Florian Kohfeldt erhielt nach dem denkbar knappen Klassenerhalt zwar das Vertrauen der Klub-Führung, muss dieses aber schnell rechtfertigen. Die Pflichtaufgabe in der ersten DFB-Pokalrunde gegen Drittliga-Absteiger Jena löste Werder trotz einiger Probleme durch ein 2:0.

Zum Saisonstart muss Werder auf Abwehrspieler Ömer Toprak und Angreifer Milot Rashica verzichten (beide verletzt). Als möglicher Ersatz für Rashica steht der 20-jährige Niederländer Tahith Chong bereit. Die Leihgabe von Manchester United erzielte im Pokal gegen Jena gleich ihr erstes Pflichtspieltor.

Hertha gegen Bremen: ein Wiedersehen mit Davie Selke

Und dann wäre da ja noch das Wiedersehen mit Davie Selke, der bei Hertha unter Vertrag steht und an den SV Werder verliehen ist. In der Vorbereitung bewies der Stürmer eine starke Frühform. „Ich merke, dass ich jetzt wieder Kraft und Luft habe und die Wege gehen kann“, sagte er, „ich bin mir sehr sicher, dass man das sehen wird.“

Hertha sollt jedenfalls gewarnt sein, denn gegen seine Ex-Klubs spielte Selke in der Vergangenheit gern groß auf. Für Hertha traf er 2017 in seinem ersten Spiel gegen seinen vorherigen Arbeitgeber RB Leipzig doppelt (Endstand 3:2). Nach seinem Wechsel von Werder nach Leipzig war er 2016 im ersten Duell gegen Bremen an zwei Toren beteiligt.

„Berlin ist ein toller Verein, eine tolle Stadt“, sagte Selke in dieser Woche, „ich freue mich auf das Wiedersehen. Aber klar: Ich will treffen und ein gutes Spiel machen.“ In der vergangenen Rückrunde hatte Selke wegen einer Leih-Klausel im Duell mit Hertha nur zuschauen dürfen.

Hertha BSC wartet seit 14 Jahren auf einen Sieg in Bremen

In der Vorsaison teilten sich Hertha und Werder zweimal die Punkte. Einem 1:1 in Bremen folgte in der Rückrunde ein 2:2 im Olympiastadion. Insgesamt stehen sich die beiden Traditionsvereine zum 75. Mal in der Bundesliga gegenüber. 19 Hertha-Siegen stehen 36 Erfolge der Bremer gegenüber. Zudem gab es 19 Remis.

Auf einen Sieg gegen Bremen wartet der Hauptstadtklub seit nunmehr 13 Partien, so lange wie gegen kein anderes Team. Der letzte Sieg im Weser-Stadion gelang den Berlinern in der Rückrunde der Saison 2005/2006 unter Trainer Falko Götz. Die Torschützen bei dem damaligen 3:0 Auswärtserfolg hießen Kevin-Prince Boateng, Marcelinho und Yildiray Bastürk.