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Hertha BSC: Boyata fit für Bremen, Cordoba-Einsatz fraglich

Hertha BSC kann zum Bundesligastart in Bremen wieder auf Abwehrchef Boyata setzen. Andere Personalien sind indes noch offen.

Wieder einsatzfähig: Dedryck Boayata (Mitte), der zuletzt angeschlagene Abwehrchef von Hertha BSC.

Wieder einsatzfähig: Dedryck Boayata (Mitte), der zuletzt angeschlagene Abwehrchef von Hertha BSC.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Bruno Labbadia klopfte drei Mal auf Holz. „Toi, toi, toi“, sagte Hertha Chefcoach – „wenn alles gut läuft, haben wir am Freitag zum ersten Mal alle Spieler zusammen.“ Was freilich nicht heißt, dass auch alle Profis des Fußball-Bundesligisten einsatzfähig sind. Neben Sechser Santiago Ascacibar (Aufbautraining) müssen die Berliner beim Bundesligastart am Sonnabend in Bremen (15.30 Uhr, Sky) auch auf Flügelspieler Javairo Dilrosun verzichten. Der Niederländer hat mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen hat.

Positive Signale gab es dafür vom zuletzt angeschlagenen Abwehrchef Dedryck Boyata. „Er hat im Training einen guten Eindruck gemacht“, sagte Labbadia, „ich glaube, dass er bereit ist.“ Beim blamable 4:5 im DFB-Pokal gegen Zweitligist Braunschweig war der Belgier schmerzlich vermisst worden. „Er verkörpert Dinge, die wir einfach brauchen“, betonte der Coach. Und nach dem Pokal-Aus gilt es einen Fehlstart in der Liga tunlichst zu vermeiden.

Ein Kapitän wurde bei Hertha BSC noch nicht gewählt

Neben Boyata dürfte Jordan Torunarigha ins Abwehrzentrum zurückkehren, der im Pokal noch gesperrt war – für den formschwachen Niklas Stark bliebe so höchstens Platz im defensiven Mittelfeld. Wer die Spielführerbinde trägt, falls der Noch-Kapitän sogar auf der Bank bleibt, ist noch unklar.

Eine Wahl hat innerhalb der Mannschaft nach wie vor nicht stattgefunden, weil das Team bislang eben nie komplett war. Labbadia behilft sich vorerst mit Pragmatismus: „Wir müssen ohnehin mehrere Kapitäne auf dem Platz haben“, sagt er. Doch genau das erwies sich zuletzt als Problem. Hertha fehlt es an Führungsspielern.

Abwehr bleibt Sorgenkind von Hertha BSC

Mit Jhon Cordoba (kam für 15 Mio. Euro aus Köln) haben die Berliner zumindest schon mal einen neuen Stürmer, doch ob der Kolumbianer schon ein Kandidat für den Saisonstart ist? Wohl bestenfalls als Joker. „Ich weiß nicht, ob es Sinn macht“, sagte Labbadia, „er kennt gewisse Abläufe noch nicht.“ Für Cordoba spricht, dass er mit der Liga vertraut ist. Beginnen dürfte im Sturm jedoch Krzysztof Piatek, der zuletzt wegen einer Corona-Quarantäne passen musste.

Die größeren Bauchschmerzen verursacht ohnehin die Abwehr. „Wir haben Defizite gezeigt, wo wir sie noch nicht gesehen haben“, sagte Manager Michael Preetz: „In Bremen müssen wir wieder unser wahres Gesicht zeigen – vor allem defensiv.“

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