Hertha BSC

Fix: Hertha BSC wechselt Brustsponsor

Hertha BSC trägt künftig nicht mehr Tedi auf dem Trikot. Die Frage bleibt: Welches Logo prangt künftig auf der Brust der Berliner?

Das Logo des Discounters prangte seit 2018 auf der Brust von Hertha BSC.

Das Logo des Discounters prangte seit 2018 auf der Brust von Hertha BSC.

Foto: Lars Baron / Getty Images

Berlin. Hertha BSC wechselt seinen Hauptsponsor. Was sich schon in der vergangenen Woche angebahnt hatte, ist seit Donnerstag offiziell. Man habe sich gemeinsam auf eine vorzeitige Beendigung der Partnerschaft verständigt, hieß es in einer Vereinsmitteilung. Ursprünglich lief der Vertrag zwischen dem Fußball-Bundesligisten und dem Discounter bis 2021.

„Wir hatten drei gute und aufsehenerregende Jahre - sowohl sportlich als auch abseits des Platzes“, wurde Silvan Wohlfarth, der Vorsitzende der Tedi-Geschäftsführung zitiert. Dass Hertha durch die Verpflichtung von Trainer Jürgen Klinsmann bundesweite Aufmerksamkeit erhielt, dürfte dem Sponsor gefallen haben. Die späteren Skandale durch das berühmt berüchtigte Hertha-Protokoll des blitzartig abgesprungenen Coaches indes weniger.

Der künftige Hauptsponsor von Hertha BSC ist noch unklar

„Wir bedanken uns sehr herzlich für die Zusammenarbeit in den vergangenen drei Jahren“, wurde Herthas Finanzboss Ingo Schiller zitiert. Die Partnerschaft sei für beide Seiten gewinnbringend gewesen. Tedi soll auch künftig werblich im Hertha-Kosmos präsent sein.

Tedi prangte beim Hauptstadtklub seit 2018 auf der Brust, zahlte den Berlinern 7,5 Millionen Euro pro Saison. In Zukunft hoffen die Berliner auf deutlich höhere Einnahmen. Zum Vergleich: Branchenprimus FC Bayern erhält von Hauptsponsor Telekom satte 35 Millionen Euro pro Saison. Verfolger Borussia Dortmund (Evonik), der VfL Wolfsburg (VW) und Schalke (Gazprom) kassieren mit 20 Millionen Euro ebenfalls kräftig.

Windhorst-Millionen machen Hertha BSC auch für Sponsoren interessant

Ob Hertha in diese Sphären vorstoßen kann, bleibt freilich abzuwarten, gerade in Corona-Zeiten, die etliche Unternehmen schwer zu schaffen machen. Die genannten Beispiele zeigen jedoch prinzipiell, was möglich ist, zudem dürften auch die guten Wirtschaftskontakte von Hertha-Investor Lars Windhorst helfen. Jener hatte Anfang des Jahres bereits mit Online-Versandhändler Amazon und Autobauer Tesla verhandelt, der derzeit in Grünheide bei Berlin ein großes Werk baut.

Durch die insgesamt 374 Millionen Euro, die Windhorst dem Klub seit Sommer vergangenen Jahres zur Verfügung stellte, hat Hertha gute Chancen, in das obere Drittel der Bundesliga vorzustoßen. Eine Perspektive, die auch auf potenzielle Sponsoren interessant wirken dürfte.

Mehr über Hertha BSC lesen Sie hier.