Fussball

Hertha BSC verspricht: Keine Kündigungen wegen Corona

Hertha BSC will in der Corona-Krise um jeden Preis vermeiden, Mitarbeiter zu entlassen. Die Profis haben einen Anteil daran.

Vladimir Darida (4.v.l) und Co. verzichten auf Teile ihres Gehalts.

Vladimir Darida (4.v.l) und Co. verzichten auf Teile ihres Gehalts.

Foto: Andreas Gora / picture alliance / Andreas Gora

Berlin. Es gibt sie noch, die guten Neuigkeiten – auch in der Fußball-Bundesliga. Hertha BSC gab am Mittwoch bekannt, dass der Klub trotz immenser wirtschaftlicher Einbußen durch die Corona-Krise keine seiner rund 150 Mitarbeiter entlassen wird. Selbst im Fall eines vorzeitigen Saisonabbruchs werde man „keine betriebsbedingten Kündigungen aussprechen müssen“, sagte Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller.

Die Profis des Hauptstadtklubs, die mit ihren Millionengehältern die größten Kosten verursachen, haben ihren Anteil an diesem kleinen Erfolg. Gemeinsam mit dem Trainer- und Funktionsteam sowie der Geschäftsleitung und leitenden Mitarbeitern verzichten sie für drei Monate auf Teile ihres Gehalts, wodurch sich eine „deutliche siebenstellige Summe“ (Schiller) ergibt. Als weitere Maßnahme werden alle Angestellten jenseits dieser Gruppe bis Ende Mai in Kurzarbeit übergehen.

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Herthas Profis bekommen neue Trainingspläne

Während der Betrieb auf der Geschäftsstelle und angrenzenden Bereichen also heruntergedimmt wird, sollen die Profis langsam wieder Fahrt aufnehmen. Am Dienstag endete die 14-tägige Quarantäne, in der sich die Mannschaft seit der Corona-Infektion eines (von Hertha nicht genannten) Spielers befand. Damit hat sich der Bewegungsradius deutlich erhöht, vor allem in Bezug auf Laufeinheiten haben die Berliner nun wieder mehr Möglichkeiten.

Bereits zu Wochenbeginn hatten sich die Spieler auf dem Vereinsgelände eingefunden, um ihre Fitnesswerte überprüfen zu lassen. „Keiner hat den anderen getroffen“, sagte Manager Michael Preetz, die Spieler seien „im Viertelstundentakt“ in Westend eingetrudelt.

„Wir haben das Team mit neuen, individuellen Trainingsplänen ausgestattet, aber es wird diese Woche definitiv noch kein Teamtraining geben“, erklärte der frühere Profi. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte den Klubs empfohlen, bis mindestens 5. April nicht in Gruppen zu trainieren. Der Spielbetrieb ist bis mindestens 30. April ausgesetzt.