Bundesliga

Rückkehr von Klinsmann in Hertha-Aufsichtsrat noch offen

Über die Zukunft von Jürgen Klinsmann als Aufsichtsratsmitglied bei Hertha BSC ist noch keine Entscheidung gefallen.

Nach nur elf Wochen ist Klinsmann völlig überraschend als Chefcoach von Hertha BSC zurückgetreten.

Nach nur elf Wochen ist Klinsmann völlig überraschend als Chefcoach von Hertha BSC zurückgetreten.

Foto: dpa

Berlin. Über die Zukunft von Jürgen Klinsmann als Aufsichtsratsmitglied des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC ist noch keine Entscheidung gefallen. Die offene Frage der Rückkehr des früheren Bundestrainers nach seinem Rücktritt als Coach der Berliner in das Gremium soll geklärt werden, wenn sich die Wogen geglättet haben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Umfeld von Investor Lars Windhorst am Mittwoch.

Klinsmann war Anfang November durch die Tennor Holding von Geldgeber Windhorst für einen Platz im Aufsichtsrat der GmbH & Co. KGaA benannt worden, nachdem diese ihre Anteile für insgesamt 224 Millionen Euro auf 49,9 Prozent aufgestockt hatte. Dieses Amt ließ Klinsmann ruhen, als er knapp drei Wochen später den Cheftrainerposten übernahm. Von diesem war er am Dienstag zurückgetreten.

Kommentar: Klinsmann brachte nur Hollywood-Zauber nach Berlin

Video-Kommentar: Klinsmann hat Hertha geschadet

Kommentar: Klinsmann hat Hertha geschadet
Kommentar: Klinsmann hat Hertha geschadet

Klinsmann bei Facebook: Rückzug zu Aufgabe als Aufsichtsratsmitglied

Klinsmann kündigte in dem Rücktritts-Statement via Facebook an, sich auf seine "ursprüngliche langfristig angelegte Aufgabe als Aufsichtsratsmitglied zurückzuziehen". Der Aufsichtsrat der KGaA hat vergleichsweise geringe Befugnisse und ist beispielsweise nicht dafür zuständig, Transfers abzusegnen oder über die Geschäftsführung um Manager Michael Preetz zu entscheiden.

Nach den aktuellen Ereignissen gab es bereits Gespräche zwischen Club-Präsident Werner Gegenbauer und Windhorst. Telefonisch wurden die Aufarbeitung nach dem Rücktritt Klinsmanns begonnen und Fragen mit Blick auf die Zukunft erörtert. Unternehmer Windhorst hatte sein Engagement beim Hauptstadtclub Ende Juni des vergangenen Jahres begonnen.

Lesen Sie auch: Klinsmann hinterlässt bei Hertha nur Big City Chaos

Windhorst, Gegenbauer und Preetz wollen sich am Donnerstag äußern

Antworten auf die vielen offenen Fragen wollen die Verantwortlichen am Donnerstag geben: Windhorst, Gegenbauer und Preetz wollen sich auf einer Pressekonferenz (11.30 Uhr) zur aktuellen Situation äußern.

Eine Personalentscheidung wurde indes bereits am Mittwoch getroffen - und sie beweist, wie sehr sich der Wind bei Hertha gedreht hat: Zsolt Petry übernimmt wieder das Torwart-Training der Profimannschaft.

Der im Klub hochgeschätzte Petry war von Klinsmann rasiert worden, zwischenzeitlich half dafür Bundestorwarttrainer Andreas Köpke aus. Nicht wenige unterstellten Klinsmann persönliche Motive. Petry hatte einst Klinsmanns Sohn Jonathan, dem bei Hertha der Durchbruch nicht gelang, öffentlich hart kritisiert.