Hertha-Beben

Axel Kruse zu Klinsmann-Rücktritt: Charakterlich so daneben

Der frühere Hertha-Stürmer und eine Trainer-Legende kritisieren Jürgen Klinsmann hart. Er habe für ein unvergleichliches Chaos gesorgt.

Torgarant: Axel Kruse spielte mit Hertha 1997 trotz Zweiter Liga vor 75.000 Fans im Olympiastadion.

Torgarant: Axel Kruse spielte mit Hertha 1997 trotz Zweiter Liga vor 75.000 Fans im Olympiastadion.

Foto: gb / picture-alliance / dpa

Berlin. Die Kritik an Jürgen Klinsmann nach dem überraschenden Rücktritt als Cheftrainer von Hertha BSC reißt nicht ab. Frühere Akteure des Hauptstadtclubs werfen dem früheren Bundestrainer charakterliche Schwächen und Unglaubwürdigkeit vor. "Jürgen Klinsmann wollte zu viel zu schnell. Ich glaube, er hat auch ein bisschen die Hierarchie in der Mannschaft zerhackt", sagte der frühere Stürmer Axel Kruse dem rbb. Dass Klinsmann "charakterlich so daneben liegt, einfach die Flinte ins Korn schmeißt und sagt "Ich geh jetzt mal nach Kalifornien, das war‘s jetzt für mich"", habe Manager Michael Preetz nicht wissen können.

Klinsmann war am Dienstag völlig überraschend nach nur elf Wochen von seinem Amt als Cheftrainer bei den Berlinern zurückgetreten. "Der Trainer hat natürlich für ein Chaos gesorgt, was es im deutschen Fußball in der Bundesliga noch nie gegeben hat", sagte der frühere Hertha-Coach Peter Neururer bei RTL/ntv. "Er hat auf dem Transfermarkt zugeschlagen wie kein anderer in ganz Deutschland und hat dann zwei Wochen später gesagt "ich spüre das Vertrauen nicht". Unglaubwürdiger in der Auftrittsweise eines Trainers kann man nicht sein."