Bundesliga

Klinsmann macht seinen Hertha-Profis Beine

Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann verliert keine Zeit und fordert seine Mannschaft schon am ersten Tag des Trainingslagers in Florida.

Für Davie Selke (M.) und Co. stand am Freitag Laufen auf dem Trainingsplan.

Für Davie Selke (M.) und Co. stand am Freitag Laufen auf dem Trainingsplan.

Foto: Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH

Orlando. Der Empfang hätte freundlicher ausfallen können – allerdings nur in puncto Sonnenschein. Die erste Einheit des siebentägigen Hertha-Trainingslagers in Orlando/Florida startete am Freitagvormittag (Ortszeit) unter wolkenverhangenem Himmel, dafür aber bei milden 22 Grad.

Ansonsten herrschten perfekte Bedingungen. Vom Teamhotel aus sind die beiden Trainingsplätze in wenigen Gehminuten erreicht, dort wartet akkurat gepflegtes Grün, betreut von jenen Greenkeepern, die auch die angrenzende Edel-Golfanlage verantworten. Dass irgendwo auf der weitläufigen Anlage auch schon Alligatoren gesichtet wurden – geschenkt. „Der Coach hat den Jungs nur gesagt, sie sollen einen Bogen um die Tümpel machen“, sagte Co-Trainer Alexander Nouri augenzwinkernd.

Hertha-Zugang Ascacibar mischt mit, Dahoud wohl kein Thema

Zugang Santiago Ascacibar (22) war zum Auftakt gleich mittendrin und deutete vor den Augen von Präsident Werner Gegenbauer und Manager Michael Preetz an, dass er Hertha helfen kann. Mit seinen 1,68 Metern verfügt der Argentinier über einen schnellen Antritt und bemerkenswerte Wendigkeit.

In Deutschland wurde derweil schon die nächste potenzielle Verstärkung diskutiert: Mittelfeldspieler Mahmoud Dahoud (24) von Borussia Dortmund, der mit einem Marktwert von rund acht Millionen Euro wohl bezahlbar wäre und beim BVB kaum Einsatzzeit bekommt. Ein attraktiver Kandidat, nach Morgenpost-Informationen soll der U21-Europameister von 2017 jedoch vorerst in Dortmund bleiben wollen.

In Florida war Trainer Jürgen Klinsmann auf andere Dinge fokussiert. An Tag eins standen neben Intervallläufen viele Zweikämpfe auf dem Programm. Als seinen Spielern beim Vier-gegen-vier die Beine schwer wurden, appellierte der Ex-Profi an den inneren Schweinehund. „Ich weiß, es brennt“, rief er, „aber das muss sein! Wenn ihr steht, wird’s immer schwerer, bleibt in Bewegung!“ Am Ende lagen die Profis mit komplett durchgeschwitzten Hemden auf dem Rücken. Auch ohne Sonne.

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