Bundesliga

Hertha-Coach Klinsmann: „Wir wollen um Titel mitspielen“

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Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann hat mit den Berlinern ambitionierte Ziele.

Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann hat mit den Berlinern ambitionierte Ziele.

Foto: Soeren Stache / dpa

Hertha-Coach Klinsmann untermauert die hohen Ziele des Klubs. Wie der Bundesliga-13. schon nächste Saison Richtung Europa streben will.

Berlin. Die kleine Krise soll den großen Zielen nicht im Weg stehen – Trainer Jürgen Klinsmann hat die Zukunft von Hertha BSC jedenfalls klar vor Augen. „Ich sehe Hertha in drei bis fünf Jahren auf jeden Fall europäisch“, sagte er in einem Videochat mit Fans am Montag: „Ich hoffe, dass wir in drei bis fünf Jahren um einen Titel mitspielen und hoffentlich Präsenz im Europacup haben. Das ist das große Ziel von uns allen hier.“

Derzeit ist der Fußball-Bundesligist weit von europäischem Terrain entfernt. Nach dem jüngsten 1:0 gegen Freiburg, dem ersten Sieg seit zehn Wochen, kletterte der Hauptstadtklub zwar immerhin auf Tabellenplatz 13, der Abstand auf einen Europapokalplatz beträgt jedoch stattliche zehn Punkte. Zum Vergleich: Der gefürchtete Relegationsplatz ist nur drei Zähler entfernt.

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Hertha BSC will kommendes Jahr nach Europa

„Dieses Jahr ist das Wichtigste, weg vom Abstiegsbereich zu kommen“, betonte Klinsmann dann auch, „aber im darauffolgenden Jahr müssen wir angreifen Richtung Europa.“ Schon dieses Jahr war klubintern das Ziel Europapokalplätze ausgegeben worden. Nach dem sportlichen Absturz unter Ex-Coach Ante Covic dürften jene jedoch außer Reichweite liegen.

Seit dem Einstieg von Investor Lars Windhorst (43) im vergangenen Sommer hat Hertha allerdings wirtschaftlich völlig neue Möglichkeiten. Bislang pumpte der Geldgeber schon 224 Millionen Euro in den Klub, weitere Finanzspritzen stellte er bereits in Aussicht.

Windhorst macht kein Geheimnis daraus, dass er mit Hertha in die Champions League vorstoßen will. Eine Vision, die auch Klinsmann befeuert, der von Windhorst zunächst als sportlicher Berater und Aufsichtsratsmitglied der Hertha KGaA installiert wurde, ehe der Schwabe nach der Trennung von Ante Covic auf den Trainerstuhl rückte.

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Jürgen Klinsmann deutet Transfers in der Winterpause an

Auch wenn die bisherigen Auftritte unter Klinsmann eher dürftig blieben: Der Optimismus des früheren Welt- und Europameisters schürt im Hertha-Kosmos neue Hoffnung. Dem Vernehmen nach wollen die Berliner bereits in der anstehenden Winterpause personell nachrüsten.

„Wir beraten intern, was passieren könnte“, erklärte Klinsmann vielsagend. „Wir versuchen uns von jedem Einzelnen ein genaues Bild zu machen. Lasst euch überraschen, was möglich ist.“

Ob das zeitnahe Erreichen der Königsklasse im Bereich des Möglichen liegt? Das wird sich freilich zeigen müssen. Wenn irgendjemand daran glaubt, dann Dauer-Optimist Klinsmann. Als er im Videochat auf die Auslosung des Champions-League-Achtelfinals angesprochen wurde, winkte er schnell ab – dazu wollte er nichts sagen. „Noch“, betonte er, „sind wir ja nicht drin.“

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( JL )