EM-Qualifikation

Löw macht Maskenmann Stark Hoffnungen auf DFB-Debüt

Herthas Nationalspieler Niklas Stark kann gegen Nordirland wieder einmal auf seinen ersten Einsatz in der deutschen Mannschaft hoffen.

Herthas Niklas Stark ist im Nationalteam derzeit der Mann mit der Maske.

Herthas Niklas Stark ist im Nationalteam derzeit der Mann mit der Maske.

Foto: Jörg Schüler / Bongarts/Getty Images

Frankfurt. Joachim Löw ist vorsichtig geworden. Es könnte ja sein, dass Niklas Stark in der Nacht noch aus dem Bett fällt und sich verletzt. Zuletzt hatten ja erst eine Magen-Darm-Grippe, dann eine im Teamhotel erlittene Wunde an der Wade und aktuell ein Nasenbeinbruch den Einsatz des Profis von Hertha BSC verhindert.

Neun Partien sind vergangen, seit Stark erstmals nominiert wurde, gespielt hat er noch keine Minute – da ist der Bundestrainer vorsichtig, dem Innenverteidiger das Debüt gegen Nordirland am Dienstag (20.45 Uhr, RTL) zuzusagen. „Ich denke schon darüber nach“, sagt Löw. „Nordirland hat ja gerade in der Luft Stärken, da muss ein Abwehrspieler in mehr Kopfballduelle, als ihm vielleicht lieb ist. Deswegen warten wir ab, ob er zu 100 Prozent fit und gesund ist.“ Wenn es aber irgendwie geht, soll Stark spielen.

Ex-Herthaner Schulz klagt über Knieprobleme

Denn gegen Nordirland ist Löw in doppelter Mission unterwegs: Einerseits will er die Qualifikation seriös zu Ende bringen, will den ersten Platz vor den Niederlanden schon ganz gern sichern. Andererseits sind es inklusive der Partie gegen Nordirland nur noch drei Länderspiele und damit drei Gelegenheiten, etwas auszuprobieren.

„Es wird sicherlich den einen oder anderen Wechsel geben, der eine oder andere Spieler braucht sicher noch einmal eine Gelegenheit zu spielen und sich zu zeigen“, kündigt Löw an. Gedacht hat er dabei vor allem an Jonas Hector, den langjährigen Stammspieler auf der linken Abwehrseite, der zuletzt keine Rolle mehr spielte – auch weil der Dortmunder und Ex-Herthaner Nico Schulz nach dem Sieg gegen Weißrussland (4:0) über Knieprobleme klagte und nun geschont werden soll.

Ter Stegen steht für Neuer im Tor

Ansonsten lässt sich Löw nicht allzu tief in die Karten schauen: Marc-André ter Stegen rückt wie vereinbart ins Tor – und im Mittelfeld sollen erneut Joshua Kimmich, Toni Kroos und Ilkay Gündogan auflaufen. „Es ist auch gut, wenn einige auf dem Platz stehen, die die Mannschaft führen“, begründet Löw. Der Schalker Suat Serdar und der Leverkusener Nadiem Amiri müssen also wohl weiter auf ihr Startelf-Debüt warten.