BUNDESLIGA

1. FC Köln buhlt um Pal Dardai

Der abstiegsbedrohte Bundesligist 1. FC Köln soll Pal Dardai kontaktiert haben. Auch der FSV Mainz beschäftigt sich mit der Personalie.

Bei Hertha wurde Pal Dardai (v.) herzlich von den Fans sowie Präsident Werner Gegenbauer (2.v.l.) und Manager Michael Preetz (3.v.l.) verabschiedet.

Bei Hertha wurde Pal Dardai (v.) herzlich von den Fans sowie Präsident Werner Gegenbauer (2.v.l.) und Manager Michael Preetz (3.v.l.) verabschiedet.

Foto: Foto: Starke / Bongarts/Getty

Berlin. Sowohl der FSV Mainz als auch der 1. FC Köln suchen Nachfolger für ihre entlassenen Trainer (Sandro Schwarz/Mainz, Achim Beierlorzer/Köln). In beiden Städten wird als ein möglicher Kandidat Pal Dardai gehandelt. Der Ungar hatte sich vorgenommen, nach viereinhalb Jahren bei Hertha BSC in dieser Saison Pause zu machen und sich weiterzubilden.

Beim 1. FC Köln, Vorletzter der Bundesliga, ist die Lage kompliziert, weil nicht nur ein neuer Trainer, sondern nach der Freistellung von Armin Veh parallel auch ein neuer Sportchef gesucht wird. Personelle Lösungen zu finden, ist in Köln nun Aufgabe von Frank Aehlig, dem Leiter der Lizenzspielerabteilung.

Labaddia hat Köln bereits abgesagt

Aehlig räumte im „Express“ ein, dass Wunschkandidat Bruno Labbadia abgewinkt habe. „Wir haben Bruno angerufen und uns erkundigt, ob er für ein Gespräch zur Verfügung stehen würde. Bruno hat gesagt, dass er im Moment nicht zur Verfügung steht. Das gilt es zu respektieren. Ich persönlich hätte mir vorstellen können, dass er ein Kandidat ist.“

Kolportiert wird, dass nun Pal Dardai ganz oben auf der Liste stehe. Auch Markus Gisdol (ehemals Hoffenheim und HSV) sowie Andre Breitenreiter (ehemals Schalke und Hannover) seien im Gespräch.

Derzeit bezahlt Hertha Pal Dardai

Angeblich hat der FC bereits Kontakt zu Dardai aufgenommen. Vertraglich ist der Ungar noch an Hertha gebunden. Die Vereinbarung sieht vor, dass Dardai in dieser Saison zu Bundesliga-Bezügen frei hat – und ab Sommer 2020 im Jugendbereich einsteigen soll. Wer die internen Verhältnisse zwischen ihm und der Hertha-Chefetage kennt, hat dieses Szenario jedoch von Anfang an für eher unwahrscheinlich gehalten.

Sowohl Mainz als auch Köln sind an einer raschen Entscheidung der Trainer-Frage interessiert. Die aktuelle Länderspiel-Pause ist die letzte Gelegenheit bis Weihnachten, um einige Tage in Ruhe mit der Mannschaft arbeiten zu können.

Die nächsten Aufgaben für Mainz (Hoffenheim/auswärts, Frankfurt/heim, Augsburg/a) und für Köln (Leipzig/a, Augsburg/h, Union/a) haben es in sich.