Nach Pyro-Exzessen

Diese Strafe droht Hertha BSC für Zündeln der Fans

Für Hertha BSC wird der skandalöse Pyro-Einsatz der eigenen Fans im Derby wohl teure Folgen haben. Zudem drohen weitere Kosten.

Herthas Fans zündelten im Derby reichlich – genauso wie Unions Anhänger auf der Gegenseite.

Herthas Fans zündelten im Derby reichlich – genauso wie Unions Anhänger auf der Gegenseite.

Foto: Maja Hitij / Bongarts/Getty Images

Berlin.  Das kann teuer werden: Für die Pyro-Exzesse im Derby beim 1. FC Union (0:1) sowie dem vorangegangenen DFB-Pokalspiel gegen Dynamo Dresden (8:7 n.E.) droht Fußball-Bundesligist Hertha BSC eine empfindliche Strafe.

Der Strafenkatalog des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sieht eine klare Regelung vor. Für Erstligisten gilt: Pro abgebranntem Bengalo werden 1000 Euro fällig, pro Rakete 3000.

Aus dem Hauptstadt-Derby drohen Hertha so im schlimmsten Fall rund 135.000 Euro Strafe. Zu ungefähr 60 Bengalos (60.000 Euro) kamen etwa zehn Raketen (30.000 Euro). Weil das Spiel durch die Zündelei zudem unterbrochen werden musste und die Zwangspause länger als eine Minute dauerte, kann der DFB die vorläufige Summe von 90.000 Euro theoretisch noch um 50 Prozent erhöhen.

Kurios: Auch für das Pokalspiel sind Strafen nicht ausgeschlossen

Recht kurios mutet die Rechnung zum Pokalspiel an. Dort hatten nämlich lediglich die gut 30.000 Gäste-Fans aus Dresden Pyrotechnik abgebrannt – rund 100 Bengalos wurden gezählt. Weil Hertha als Gastgeber ebenfalls haftet, könnten theoretisch weitere 100.000 Euro auf den Klub zukommen.

Allzu wahrscheinlich scheint das jedoch nicht, schließlich können die Berliner nachweisen, dass sie bei Kontrollen und Sicherheitspersonal überdurchschnittlich gut aufgestellt waren. So wird der Klub in einer Stellungnahme betonen, dass 1500 Sicherheitskräfte im Einsatz waren und am einzigen Gäste-Eingang eine dreistufige Einlass-Kontrolle vorgenommen wurde. Den Hausherren ist in dieser Hinsicht wenig anzulasten.