BUNDESLIGA

3:1 - Hertha gelingt gegen Düsseldorf dritter Sieg in Serie

Hertha BSC setzt seinen Lauf fort. Gegen die Fortuna treffen Vedad Ibisevic, Javairo Dilrosun und Vladimir Darida

Herthas Spieler bejubeln das 3:1 durch Vladimir Darida (r)

Herthas Spieler bejubeln das 3:1 durch Vladimir Darida (r)

Foto: Soeren Stache / dpa

Berlin . Unter dem Regenschirm war noch Platz. Also rückten Frank Zander und Herthinho zusammen, der Vereinshymnen-Barde und das Maskottchen, für ein Foto mit einem kleinen Mädchen kurz vor der Pause. Es sollte ja niemand nass werden an diesem regnerischen Freitagabend.

Auch Hertha hielt sich gegen Fortuna Düsseldorf schadlos und gewann das Heimspiel mit 3:1 (2:1). Trotz des dritten Bundesliga-Siegs in Folge verbleiben die Berliner zu Beginn des siebten Spieltages auf Platz zehn, doch das ist zu verschmerzen, nachdem sie vor drei Wochen noch Schlusslicht gewesen waren. Vor allem weil es das Ende einer langen Serie bedeutete: Erstmals seit 40 Jahren gewann Hertha wieder ein Spiel gegen Angstgegner Fortuna Düsseldorf (3:0 im Dezember 1979). Hertha-Trainer Ante Covic war zufrieden: „Alle drei Tore sind aus dem Spiel gefallen, dazu hatten wir 60 Prozent Ballbesitz und sind mit 118 Kilometern mehr gelaufen.“

Ibisevic rückt in die Startelf

Es war nach dem 4:0 in Köln erneut ein überzeugender Auftritt der Berliner vor nur 37.128 Fans, die trotz des ungemütlichen Wetters den Weg ins Olympiastadion gefunden hatten. Es traf der wohl unerfahrenste Trainer im Oberhaus (siebtes Bundesliga-Spiel für Covic) auf den erfahrensten: Für Friedhelm Funkel war es der 500. Einsatz als Erstliga­-Trainer. Erfahren ist auch Vedad Ibisevic. Nach seinen Bundesliga-Treffern 121 und 122 am vergangenen Sonntag in Köln rückte der 35-Jährige wieder in die Startelf. Dabei war der Bosnier­ gegen Düsseldorf bis dato noch gar nicht erfolgreich.

Von Beginn an zogen sich die Gäste weit zurück, Hertha versuchte ihren Abwehrriegel zu knacken, indem Per Skjelbred bei Ballbesitz den Spielaufbau ankurbelte und die Außenverteidiger noch konsequenter als sonst ins Mittelfeld rücken. Das Überzahl-Spiel zahlte sich aus. Obwohl auf dem nassen Rasen immer wieder Spieler ausrutschen, kamen die Berliner zu frühen Chancen durch Ibisevic (5.) und Javairo Dilrosun (16.), die jedoch beide übers Tor hinausschossen.

Der Videoassistent greift zweimal ein

Nach 23 Minuten wurde der Spielverlauf fast auf den Kopf gestellt, als Maximilian Mittelstädt den Düsseldorfer Lewis Baker von hinten im Strafraum zu Fall brachte. Nachdem Schiedsrichter Martin Petersen zunächst Eckball angezeigt hatte, änderte er seine Entscheidung nach Studium der Videobilder auf – Abstoß. Nach einer halben Stunde schritt der Referee wieder an den Monitor. Diesmal entschied er auf Elfmeter für die Gäste – Hertha-Verteidiger Dedryck Boyata war Anton Fink aufs Schienbein getreten. Den fälligen Elf­meter verwandelte Rouwen Hennings.

Die Berliner ließen sich von dem unerwarteten Rückstand nicht verunsichern. In Minute 37 flankte der starke Marius Wolf von rechts und der alleingelassene Ibisevic vollendete aus sieben Metern mit der Innenseite zum 1:1, fast eine Kopie seiner beiden Kölner Treffer.

Dilrosun trifft per Kunstschuss

Nach dem verdienten Ausgleich ließ Hertha nicht nach. Kurz vor der Halbzeit legte Vladimir Darida wieder von rechts zurück auf Dilrosun, der aus dem Strafraumrückraum mit rechts ins linke Eck traf. Für den 21-jährigen Niederländer war es der dritte Treffer im dritten Spiel in Folge – ein spektakulärer Schuss mit dem rechten Fuß ins den linken Winkel. Die Pausenführung war hoch verdient.

Nach dem Seitenwechsel geschah, außer eines wegen vorherigen Darida-Handspiels annullierten Ibisevic-Tores, nicht viel. Nach einer Stunde kam Dodi Lukebakio, der vergangene Saison zehnmal für die Düsseldorfer getroffen hatte, für Dilrosun. Eine Minute nach seiner Einwechslung bereitete der Belgier schon das Berliner 3:1 vor, nachdem er in den Strafraum gesprintet war und zu Darida querlegte.

Trainer Covic stachelt Darida an

Es war der erste Treffer des Tschechen seit Februar 2017. Trainer Covic hatte Darida vor dem Spiel angestachelt: „Vladi, ich möchte, dass dein Name mal da oben auf der Anzeigentafel leuchtet, damit du dich belohnst für deine Arbeit.“ Darida traf – und geht ebenso wie Hertha in die Länderspielpause. In der Liga tritt Hertha am 19. Oktober bei Werder Bremen an.