BUNDESLIGA

Hertha BSC: Traumkulisse gegen Paderborn … da war doch was

2011 pilgerten 70.600 Fans ins Olympiastadion, um die Zweitliga-Partie gegen Paderborn zu sehen. Sonnabend werden gut 42.000 erwartet.

Am 3. April 2011 spielte Hertha BSC, hier Pierre-Michel Lasogga (l.), in der Zweiten Liga vor der Traumkulisse von 70.600 Fans im Olympiastadion gegen den SC Paderborn, hier Jens Wimmer.

Am 3. April 2011 spielte Hertha BSC, hier Pierre-Michel Lasogga (l.), in der Zweiten Liga vor der Traumkulisse von 70.600 Fans im Olympiastadion gegen den SC Paderborn, hier Jens Wimmer.

Foto: Foto: imago sport

Berlin. Nach dem Sturz auf Platz 18 der Fußball-Bundesliga schrillen die Sirenen bei Hertha BSC. Während am Mittwochmorgen eine Alarmanlage am Haus des Sports im Olympiapark losheulte, wurde nebenan auf dem Trainingsplatz konzentriert gearbeitet. Vor allem am Torabschluss. Verständlich, denn Hertha hat mit drei Toren in vier Spielen bislang die wenigsten Treffer der Liga erzielt. Trainer Ante Covic bemängelte im Trainingsspiel vor allem die Verwertung der Tormöglichkeiten. „Wir werden nicht 100 Chancen haben, aber wenn, dann seid konsequent!“, rief er zu der (bis auf den verletzten Peter Pekarik) vollständig versammelten Mannschaft.

Im Heimspiel am Sonnabend gegen Aufsteiger SC Paderborn (15.30 Uhr/Sky) wird es nicht nur auf das Ausnutzen von Torchancen ankommen. Sondern auch auf die Unterstützung der Fans. Gegen die Ostwestfalen erwarten die Berliner laut eigenen Angaben 42.000 bis 45.000 Zuschauer.

Hertha meldet 20.000 verkaufte Dauerkarten

Das waren schon einmal mehr: Im April 2011 kamen zu Zweitligazeiten märchenhaft anmutende 70.621 Zuschauer ins beinahe ausverkaufte Olympiastadion. Zuvor hatte Trainer Markus Babbel, auf der Mitgliederversammlung nach dem Abstieg im Mai 2010, von einem ausverkauften Rund gegen Paderborn geträumt. Hertha rief daraufhin mithilfe seiner Sponsoren die „Aktion Traumkulisse“ aus - mit Erfolg. Das Stadion war fast voll, zudem gewann die Babbel-Elf 2:0.

Davon sind die Berliner heute ein Stück entfernt. Neben den nun offiziell 20.000 Dauerkarten-Inhabern stellt Hauptsponsor Tedi ein Kontingent an 10-Euro-Tickets, pro Spiel 1892. Zusätzlich wirbt Hertha mit der Aktion „Kids for Free“, die nun definitiv auch in dieser Saison fortgesetzt wird. Neu ist, dass von den Freikarten für Kinder nicht nur die Spiele gegen Bayern München und Borussia Dortmund ausgenommen sind, sondern auch das Derby gegen den 1. FC Union. Dafür veranstaltet der Förderkreis Ostkurve am Sonnabend eine Fahrradtour zum Olympiastadion, Start ist um 11.30 Uhr am Alexanderplatz. Zumindest in Sachen Klimafreundlichkeit hat Hertha die Sirenen gehört.