Fussball

Hertha testet lieber gegen Hertha

Trainer Covic kann so mehr Spieler einbinden. Die Berliner treffen sich am Sonnabend um 10 Uhr für ein Spielchen von einer Stunde.

Marko Grujic (l.), Zugang Marius Wolf (M.) und Dodi Lukebakio im Hertha-Training.

Marko Grujic (l.), Zugang Marius Wolf (M.) und Dodi Lukebakio im Hertha-Training.

Foto: M. Popowvia www.imago-images.de / imago images / Metodi Popow

Berlin. Es gibt einige Fußball-Bundesligisten, die nutzen die aktuelle Länderspielpause für Testspiele gegen mehr oder wenige attraktive Gegner. Der 1. FC Köln unterlag am Mittwoch bei der PSV Eindhoven 0:1, Werder Bremen gewann am Donnerstag 1:0 bei Hannover 96, der VfL Wolfsburg spielte 1:1 gegen den Hamburger SV, und der SC Paderborn misst sich am Sonnabend mit dem lokalen Kreisligisten SG Wewelsburg/Ahden.

Hertha BSC dagegen testet gegen – Hertha BSC. Die Berliner wollen am heutigen Sonnabend ein internes Testspiel bestreiten, elf Herthaner gegen elf Herthaner, voraussichtlich zweimal 30 Minuten. Der Kick findet öffentlich um 10 Uhr auf dem Trainingsplatz am Olympiastadion statt.

„Für einen externen Gegner hätten wir unser Training umstellen müssen“, begründete Trainer Ante Covic am Freitag. „Nach dem Pensum, das wir absolviert haben, könnten sich die Jungs aus der zweiten Reihe gegen einen frischen Gegner nicht richtig präsentieren. Das wäre ein Verlust.“ So hätten alle die gleichen Bedingungen, die gleichen schweren Beine. „Und ich kann 22 Spieler auf einmal bewegen“ Zudem seien solche Pausenfüllerpartien in der Vergangenheit „nicht unbedingt eine Delikatesse“ für den Verein gewesen.

Vorfreude auf die Qualität von Zugang Wolf

Ein wenig passt das Spiel mit und gegen sich selbst auch als Metapher. Nach zuletzt zwei Niederlagen sind die Berliner hauptsächlich mit den eigenen Problemen befasst. Covic hatte bereits angekündigt, Defizite in einer Art „Mini-Vorbereitung“ aufholen zu wollen. „Wenn du acht Gegentore in drei Spielen bekommen hast, brauchst du eine gewisse Stabilität auf dem Spielfeld und Mentalitätsspieler, die vorher vielleicht nicht gespielt haben“, sagte Covic am Freitag.

Wer die richtige Mentalität hat, könnte sich im internen Test zeigen, wo sich in Abwesenheit der A-Nationalspieler Stark (Deutschland), Pekarik, Duda (beide Slowakei), Jarstein (Norwegen) und Leckie (Australien) andere Akteure aufdrängen können. So wie der wiedergenesene Verteidiger Dedryck Boyata oder der aus Dortmund ausgeliehene Marius Wolf. „Auf seine Qualität können wir uns alle freuen“, sagte Covic, nachdem der Zugang im Training am Freitag mit präzisen Flanken einige Kopfballtore vorbereitet hatte.