Herthas Debütanten

Redan und Löwen zeigen Potenzial, bleiben aber ohne Glück

Herthas Neulinge deuten gegen Wolfsburg an, wie sie dem Team helfen können. Coach Ante Covic skizziert seine Planung mit den Zugängen.

Tempomacher: Daishawn Redan bei seinem Hertha-Debüt.

Tempomacher: Daishawn Redan bei seinem Hertha-Debüt.

Foto: Andreas Gora / picture alliance/dpa

Berlin. Umbiegen konnten sie das Spiel nicht mehr, aber das wäre wohl auch zu viel verlangt gewesen. Herthas Daishawn Redan und Eduard Löwen wird das 0:3 gegen Wolfsburg trotzdem in Erinnerung bleiben, schließlich kamen die beiden Joker zu ihren ersten Pflichtspieleinsätzen in Blau-Weiß.

Stürmer Redan wäre dabei beinahe ein Bilderbuch-Einstand gelungen, als er sich beim Stand von 0:1 an einem akrobatischen Abschluss aus der rechten Strafraumhälfte versuchte. Nur erstens verfehlte sein Schuss das Ziel, und zweitens stand der Holländer knapp im Abseits.

Dennoch: So auffällig, wie sich Redan schon nach zwei Minuten in Szene setzte, war es Angreifer Vedad Ibisevic im gesamten Spiel nicht gelungen. Für Ante Covic kein Grund zur Euphorie, er war am Montag bemüht, den Auftritt des Sturm-Talents realistisch einzuordnen.

Redan soll behutsam aufgebaut werden

„Er ist erst 18 Jahre alt“, sagte der Hertha-Coach, „aber dass wir noch viel mit ihm vorhaben, steht außer Frage, sonst hätten wir ihm nicht so einen langfristigen Vertrag gegeben.“ Bis 2024 erhoffen sie sich bei Hertha noch viele weitere gute Auftritte des schnellen Rechtsfußes.

Seit seinem Wechsel aus dem Nachwuchs des FC Chelsea (Ab­löse: 2,7 Millionen Euro) hatte Redan bislang einmal für Herthas U23 in der Regionalliga Nordost gespielt. Beim 6:0 gegen Optik Rathenow gelangen ihm zwei Tore und ein Assist.

„Ich wollte beiden Spielern mit den Einsätzen signalisieren, dass sie sich auf einem guten Weg befinden“, erklärte Covic, der sich allein schon an Redans „Lächeln bei der Einwechslung“ erfreute. Der deutlich routiniertere Löwen (22, 70 Profi-Einsätze) verkniff sich derartige Gefühlsregungen, hinterließ auf dem Feld dann aber auch einen etwas unglücklichen Eindruck.

Covic: „Edu ist jetzt physisch bei 100 Prozent“

Dass Marko Grujic seinen ordentlichen Pass nicht unter Kontrolle brachte und so den Wolfsburger Konter zum 0:2 einleitete, war dem Sieben-Millionen-Euro-Zugang zwar nicht anzulasten, sein Sprint in der Rückwärtsbewegung hätte jedoch knackiger ausfallen dürfen.

Insgesamt brachte Löwen allerdings 14 seiner 18 Pässe an den Mann. „Edu kommt körperlich immer besser in Form, ist jetzt physisch bei 100 Prozent“, sagte Covic: „Wegen seiner Qualitäten mit und ohne Ball kann er uns noch weiterhelfen.“