Testspiel

Hertha siegt gegen Fenerbahce - Video zeigt Tumulte

Bei Herthas 2:1 gegen Fenerbahce Istanbul kam es im Spielertunnel zu unschönen Szenen. Die Polizei musste einschreiten.

Vedad Ibisevic (l.) und Vladimir Darida von Hertha BSC feiern das Tor zum 2:0 während des Spiels zwischen Hertha BSC und Fenerbahce Istanbul.

Vedad Ibisevic (l.) und Vladimir Darida von Hertha BSC feiern das Tor zum 2:0 während des Spiels zwischen Hertha BSC und Fenerbahce Istanbul.

Foto: Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH

Hartberg. Im ersten Testspiel des Trainingslagers in Österreich kam Hertha BSC zu einem schwer erkämpften 2:1 (0:0) gegen Fenerbahce Istanbul. Nachdem sich die Stimmung kurz vor dem Ende aufgeheizt hatte, gab es nach dem Abpfiff einen Tumult im Spielertunnel. Der türkische Kapitän Emre war beteiligt, er hatte sich kurz vor Ende der Partie mit Herthas Jordan Torunarigha angelegt. Hertha-Betreuer Nello di Martino machte einen provokanten Spruch – dann wurde es unübersichtlich. Auf einmal gab es viele Beteiligte, es wurde heftig geschubst. Am Ende griff die Polizei ein, um das Gerangel­ zu beenden.

Auf der türkischen Seite Hürriyet Online ist ein kurzer Videoclip der Szene zu sehen. Polizisten stellen sich schützend vor den weißhaarigen di Martino und ziehen ihn aus der Gefahrenzone. Zu sehen sind auch die Hertha-Spieler Niklas Stark, Lukas Klünter und Marko Grujic sowie Hertha-Pressesprecher Marcus Jung und Osteopath Thomas Sennewald. Auch ein Security-Mann von Hertha (Glatze, Sprechfunk im linken Ohr) steht dabei.

Auf dem Platz hatte Daishawn Redan keine Viertelstunde im neuen Trikot für sein erstes Hertha-Tor benötigt. Der 18-Jährige erzielte den 1:0-Führungstreffer für Hertha. Es war die Premieren-Partie für Redan, den Hertha erst vor zehn Tagen vom Chelsea-Nachwuchs verpflichtet hatte. Vorausgegangen war der schönste Angriff des Abends. Eduard Löwen, der zweite Neue bei Hertha, hatte den Ball erobert. Über die Stationen Vladimir Darida, Vedad Ibisevic und Lukas Klünter, der die Kugel uneigennützig quer legte, hatte Redan leichtes Spiel, den Ball aus vier Metern ins leere Tor zu schieben (59. Minute).

Hertha-Debütant Redan trifft

Zuvor hatte Trainer Ante Covic einiges in der Hitzeschlacht gesehen, was ihm nicht gefallen hat. Wegen der Temperaturen im Burgenland war die Partie eine Stunde später als geplant um 18.30 Uhr angepfiffen worden. Niklas Stark führte die Berliner als Kapitän aufs Feld. Doch zunächst waren es die Istanbuler, unterstützt von 600 Fans, die gefährlich waren. Max Kruse, der Neue bei Fenerbahce, hatte mehrere Chancen: Nach zwei Minuten parierte Hertha-Torwart Rune Jarstein. Nach 17 Minuten schoss Kruse knapp am Berliner Tor vorbei.

Covic hatte in der Trinkpause nach 23 Minuten einiges zu korrigieren. „Wir hatten im 4-3-3-System nicht den Zugriff, den wir wollten“, sagte Trainer Covic.

Klünter bereitet beide Hertha-Tore vor

In der Pause wurde bei Hertha komplett durchgewechselt. Aber erneut war es der Torwart, nun Thomas Kraft, der mit mehreren Paraden überzeugte (49., 52., 56.). Den zweiten Hertha-Treffer erzielte Vedad Ibisevic, wieder auf Vorarbeit von Klünter (81.). Im Gegenzug traf Sayyadmanesh für Istanbul (82.).

Zum Ende des Trainingslagers spielt Hertha BSC am kommenden Mittwoch gegen den englischen Erstligisten West Ham United.