Bundesliga

Hertha flirtet offenbar mit Nelson und Lukebakio

Auf der Suche nach einem Flügelspieler haben die Berliner zwei Ex-Bundesliga-Profis im Visier. Doch die Konkurrenz ist nicht ohne.

Im Trikot von Fortuna Düsseldorf spielte Dodi Lukebakio (r.) auch gegen Hertha BSC und Mathew Leckie – und gewann beide Duelle.

Im Trikot von Fortuna Düsseldorf spielte Dodi Lukebakio (r.) auch gegen Hertha BSC und Mathew Leckie – und gewann beide Duelle.

Foto: Boris Streubel / Bongarts/Getty Images

Berlin. Reist Hertha BSC am Mittwoch womöglich mit einem weiteren Zugang ins Trainingslager nach Stegersbach? Dem Vernehmen nach nimmt die Suche nach einem Flügelspieler Fahrt auf.

Wie zunächst der „Kicker“ berichtete, soll der Berliner Fußball-Bundesligist an Dodi Lukebakio (21) und Reiss Nelson (19) interessiert sein. Für beide wäre es eine Rückkehr nach Deutschland. Lukebakio war in der vergangenen Saison an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen, Nelson an die TSG Hoffenheim.

Reiss Nelson und Dodi Lukebakio stehen in der Premier League unter Vertrag

Dass die Profis die Bundesliga bereits kennen, wäre sicher kein Nachteil. Noch aber stehen die Offensivspieler in der Premier League unter Vertrag – Lukebakio beim FC Watford, Nelson beim FC Arsenal. In beiden Fällen stehen die Zeichen jedoch auf Abschied. Bei Lukebakio, weil er Watford eine hohe Transfereinnahme verspricht; bei Nelson, weil er bei Arsenal bislang noch nicht zum Zug kommt und Spielpraxis sammeln soll.

In Deutschland hatten die flexiblen Angreifer, die meist über die rechte Seite kommen, phasenweise für Furore gesorgt. Lukebakio (1,87 Meter) kam in 34 Pflichtspielen auf 14 Tore und fünf Vorlagen. Besonders in Erinnerung blieb sein Dreierpack beim 3:3 gegen den FC Bayern, bei dem der Belgier viele seiner Qualitäten nachwies: Schnelligkeit, Torinstinkt, körperliche Robustheit und Abschlussstärke.

Arsenal ist bei beiden Profis im Spiel

Nelson (1,75 Meter) bringt ebenfalls enormes Tempo mit, verfügt über eine herausragende Technik und ist im Eins-gegen-eins nur schwer zu stoppen. Die Bilanz des Engländers: 29 Einsätze, sieben Tore, ein Assist, allerdings gelangen ihm sieben seiner Scorerpunkte in den ersten sieben Spielen. Später hatte er mit Verletzungen zu kämpfen. Zudem sah sich TSG-Coach Julian Nagelsmann mitunter zu „erzieherischen Maßnahmen“ genötigt.

Konkurrenzlos ist Hertha im Werben um die Spieler freilich nicht. Lukebakio wurde bereits mit dem OSC Lille und dem FC Arsenal in Verbindung gebracht. Nelson ist als Leihspieler im Zuge eines großen Transfers zwischen Arsenal und Crystal Palace im Gespräch. Beide Spieler werden auf 15 bis 20 Millionen Euro taxiert, dürften im Zweifel eher noch teurer sein. Für Hertha wäre eine derartige Transfersumme ein neuer Klubrekord.