Fußball

Hertha- Testspiel in Bochum: Jarstein patzt, Duda trifft

Hertha BSC muss sich gegen Zweitligist VfL Bochum mit einem Unentschieden begnügen, zeigt aber einen Aufwärtstrend.

Herthas Marko Grujic (vorn) hat zu arbeiten, um sich den Bochumer Danny Bluhm vom Leibe zu halten

Herthas Marko Grujic (vorn) hat zu arbeiten, um sich den Bochumer Danny Bluhm vom Leibe zu halten

Foto: Foto: Kreikenbohm / WAZ

Bochum/ Berlin..  40 Jahre Ruhrstadion feierte der VfL Bochum. Gast Hertha BSC lieferte sich ein munteres Testspiel mit den Gastgebern aus der Zweiten Liga, am Ende konnten beide Seite mit dem 1:1 (1:1)-Unentschieden leben.

In Bochum hatte sich Trainer Ante Covic für eine „erwachsene“ Startelf entschieden. Anders als die Anfangsformation mit diversen Youngstern drei Tagen zuvor in Aue (1:4) waren mit Abwehrchef Niklas Stark, Per Skjelbred, Marvin Plattenhardt, Ondrej Duda, Vedad Ibisevic und Salomon Kalou viele Stammkräfte am Werke.

Aber ausgerechnet der erfahrene Torsteher Rune Jarstein patzte beim Führungstreffer. In der vergangenen Bundesliga-Saison hatte Hertha kein einziges Freistoß-Gegentor kassiert. Doch Jarstein stellte nur drei Spieler in die Mauer und postierte sie dann noch verkehrt. Bochums Danny Bluhm schoß flach und geradeaus - einen Metern neben dem Pfosten ging der Ball ins Tor, 0:1 (22. Minute).

Trainer Covic ist nachsichtig mit Jarstein

„Wenn der Torwart einen Fehler macht, ist der Ball meist drin“, sagte Trainer Covic. „Aber Rune hat uns so viele Punkte gerettet: Da ist es mir lieber, er macht einen Fehler in der Vorbereitung als beim Bundesliga-Start in München.“ An der Seite forderte der Trainer von seinen Spielern mehr Selbstbewusstsein. Doch zunächst hatten die Berliner Glück, als der Bochumer Milos Pantovic aus spitzem Winkel nur das Außennetz des Hertha­-Tores traf (39.).

Dann leitete ein von Plattenhardt schnell ausgeführter Einwurf das Hertha-Tor ein. Kalou setzte sich auf der linken Seite im Strafraum durch und bediente Ondrej Duda, der den Ball mit der Innenseite ins VfL-Tor schob, 1:1 (44.).

Boyata mit solidem Einstand im Hertha-Trikot

Ein ordentliches Debüt lieferte der belgische Nationalspieler Dedryck Boyata. Der Neue, ablösefrei von Celtic Glasgow gekommen, spielte an der Seite von Niklas Stark in der ersten Hälfte in der Innenverteidigung. Er wirkte stabile, spielte solide Pässe. Darauf lässt sich aufbauen.

Zum zweiten Durchgang kamen bei Hertha sieben Neue. Der Spielfluss war ein wenig dahin. Torwart Dennis Smarsch lenkte einen Bluhm-Schuss über die Latte (54.) - mehr Chancen hatten die Hausherren nicht.

Maurice Covic vergibt in aussichtsreicher Position

Bei Hertha verhaspelte sich Trainer-Sohn Maurice Covic in aussichtsreicher Position allein vor dem VfL-Tor bei der Ballannahme – dahin war die gute Gelegenheit. Dann landete eine Grujic-Kopfball an der Latte (67.) – mehr kam von den Berlinern nicht.

Im Sturmzentrum mühte sich Davie Selke. Aber trotz großen Aufwandes gelang dem Angreifer keine überzeugende, erfolgreiche Aktion.

Trainer Covic sagte: „Wenn du nicht gewinnst, bist du nicht zufrieden. In Ordnung war, dass wir im letzten Drittel des Spielfeldes fußballerische Lösungen gefunden haben. Auch wenn nicht jede Chance drinnen war: Mir hat gefallen, dass wir uns aus dem Spiel heraus mehrere­ Torchancen erarbeitet haben.“