BUNDESLIGA

Hertha-Torwart Marius Gersbeck wechselt zum KSC

Nach 15 Jahren bei Hertha will sich Gersbeck beim KSC durchsetzen. Hertha spielt am 13. Juli in Karlsruhe

Marius Gersbeck trägt ab sofort das Trikot von Zweitliga-Aufsteiger Karlsruher SC

Marius Gersbeck trägt ab sofort das Trikot von Zweitliga-Aufsteiger Karlsruher SC

Foto: Revierfoto / imago/Revierfoto

Am Sonntag, 11 Uhr, beim Trainingsauftakt wird er dabei sein: Marius Gersbeck (24) als neuer Torwart beim Karlsruher SC. Am heutigen Freitag wurde ein Zwei-Jahres-Vertrag mit dem Zweitliga-Aufsteiger besiegelt. Hertha gibt den Torsteher für eine vergleichsweise kleine Summe im fünfstelligen Bereich ab und hat sich ein Rückkaufsoption gesichert.

Für Gersbeck soll der neue Klub das Ende einer Leidenszeit einläuten: Nach vier Knieoperationen in den vergangenen Jahren - zuletzt setzte ihn ein Kreuzbandriss vom Mai 2018 außer Gefecht - will er sich endlich wieder zu 100 Prozent auf den Beruf konzentrieren können.

Gersbeck sagte: „Ich freue mich riesig auf die neue Aufgabe beim KSC. An dieser Stelle möchte ich mich aber auch beim Verein und den Hertha-Fans für 15 geile Jahre bedanken!“

Verletzungen ändern Karriereplan

Gersbeck ist ein Junge aus der Ostkurve. Legendär sein Bundesliga-Debüt beim 2:1 von Hertha in Dortmund im Dezember 2013. Doch bei aller Verbundenheit mit Hertha: Die Verletzungshistorie hat seine Karriereplanung verändert. Vorgesehen war in Absprache mit Hertha-Manager Michael Preetz, dass Gersbeck als kommende Nummer eins, als Nachfolger von Rune Jarstein aufgebaut werden sollte. Deshalb die Ausleihe von 2016 bis 2018 an den Drittligisten VfL Osnabrück, wo Gersbeck Stammkeeper war. Dann sollte er eine Liga höher, bei Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg, angreifen - doch der Kreuzbandriss durchkreuzte alle Wechselpläne.

Gersbeck wurde aufgrund seiner Vorgeschichte von Herthas medizinischer Abteilung behutsam an den Spielbetrieb herangeführt. Zum Ende der vergangenen Saison kam er zweimal bei der U23 in der Regionalliga zum Einsatz.

Körber hat Gersbeck überholt

In Karlsruhe nimmt Gersbeck nun den Konkurrenzkampf mit Benjamin Uphoff auf. Der beginnt mit dem Vorteil, der Aufstiegstorwart zu sein. Uphoff stand bei 37 der 38 Saisonspielen in Liga drei im KSC-Tor.

Karlsruhe, der Verein, zu dem Hertha-Fans eine Fanfreundschaft pflegen, beendete die Saison als Zweiter hinter dem VfL Osnabrück. Dort im Tor steht Nils Körber, eine Leihgabe von Hertha BSC. Der U21-Nationaltorwart hat Gersbeck im internen Torwart-Ranking überholt. Hertha hat den Vertrag mit Körber über 2020 hinaus verlängert. Er soll nach einem Jahr mit Osnabrück in Liga zwei im Sommer 2020 nach Berlin zurückkehren.

Für Hertha gibt es bald ein Wiedersehen mit Gersbeck: Die Berliner gastieren am 13. Juli anlässlich des 125-jährigen Vereinsjubiläums des KSC im Wildparkstadion.