Bundesliga

Hertha BSC will für 12,5 Millionen Spieler verkaufen

Hertha plant 2019/20 mit neuen Rekordzahlen: Einnahmen von 140,8 Millionen stehen Ausgaben von 140,6 Millionen Euro gegenüber.

Hertha plant, Spieler für 12,5 Millionen Spieler zu verkaufen.

Hertha plant, Spieler für 12,5 Millionen Spieler zu verkaufen.

Foto: Sven Braun / dpa

Berlin.  Da Jahr um Jahr die TV-Einnahmen in der Fußball-Bundesliga steigen, plant Hertha BSC auch die kommende Saison mit neuen Rekordzahlen. Vorgesehen für die Spielzeit 2019/20 sind Einnahmen von 140,8 Millionen Euro.

Den größten Anteil daran haben Erträge aus dem TV- und Medien-Bereich mit 68 Millionen Euro. Auch die Vermarktung entwickelt sich weiter positiv: 35,2 Millionen Euro erwartet Hertha vom Hauptsponsor, Ausrüster, aus den VIP-Logen und dem Merchandising.

Der Verein, der die abgelaufene Saison auf einem eher enttäuschenden elften Rang abgeschlossen hat, will auch Spieler verkaufen. So sieht die Planung Transfereinnahmen von 12,5 Millionen Euro vor. Offen ist noch, um welche Profis es sich dabei handeln wird. Die Wechselperiode im Sommer ist bis zum 31. August geöffnet.

Die Personalkosten steigen auf 64 Millionen

Auf der Ausgabenseite kalkuliert Hertha BSC mit 140,6 Millionen Euro. „Wir planen also eine schwarze 0,2“ zwinkert Herthas Finanzchef Ingo Schiller und meint die Differenz von 200.000 Euro zwischen Einnahmen- und Ausgabenseite.

Der größte Posten hier sind die Personalkosten, die auf die neue Rekordhöhe von 64 Millionen Euro klettern werden. Der Sachaufwand wird auf 25,4 Millionen Euro veranschlagt. Der Spielaufwand (Stadionmiete, Reisekosten) soll sich auf 22,9 Millionen Euro belaufen.

Trotz der hohen Summen befindet sich Hertha weitab von einem Sparkurs. Finanzchef Schiller nannte keine neuen Zahlen, hat aber bereits darauf hingewiesen, dass Herthas Schuldenstand vom 30. Juni 2018 von 47,63 Millionen noch einmal deutlich steigen werde.

Hertha hatte im vergangenen November etwas mehr als 70 Millionen Euro aufwenden müssen, um seine Anteile von Finanzinvestor KKR (New York) zurückzukaufen.

Montag fliegt Hertha in die USA

Bei der seit Jahren laufenden Suche nach einem Investor gibt es keine Neuigkeiten zu vermelden, sagte Schiller. Aber es sei im Markt gut aufgenommen worden, so Schiller, dass Hertha BSC jetzt wieder 100 Prozent seiner Anteile halte.

Hertha BSC hatte die Bundesliga-Saison mit einer 1:5-Heimpleite gegen Bayer Leverkusen beschlossen. Am Montag bricht der blau-weiße Tross mit rund 60 Teilnehmern zu einer zehntägigen Image-Reise in die USA auf.