BUNDESLIGA

Nur 147 Kinder sehen Hertha gegen Augsburg

Hertha hat auf mehr Resonanz bei der „Kids for free“-Aktion gehofft. Im Schnitt kamen 2000 Kinder. Aktion wird 2019/20 fortgesetzt

Faszination Stadionerlebnis: Hertha BSC bietet Kindern die Möglichkeit mit einem Gratisticket Bundesliga-Fußball zu sehen

Faszination Stadionerlebnis: Hertha BSC bietet Kindern die Möglichkeit mit einem Gratisticket Bundesliga-Fußball zu sehen

Foto: Soeren Stache / dpa

Berlin. Hertha BSC will seine Verankerung in der Stadt verbessern. Deshalb bietet der Klub als einziger Bundesligist ein „Kids for free“-Ticket an. Kinder unter 14 Jahren haben in dieser Saison freien Eintritt erhalten. Das Angebot galt für alle Heimspiel mit Ausnahme der Partien gegen Bayern München und Borussia Dortmund. Die Resonanz nach einer Saison ist für die Verantwortlichen jedoch überraschend. „Der Erfolg war nicht so hoch, wie ich es erwartet hätte“, räumte Ingo Schiller, Finanzchef von Hertha BSC, gegenüber der Morgenpost ein. „Ich hatte mit vier- bis fünftausend Besuchern pro Spiel gerechnet.“

Tatsächlich haben ziemlich genau 30.000 Kinder das Hertha-Angebot angenommen. Bei 15 Heimspielen entspricht das einem Schnitt von 2000 Kindern pro Partie. Allerdings war die Schwankungsbreite enorm. Die Begegnung mit der geringsten Auslastung verfolgten gerade 147 Kinder. Kein Wunder, es war die Partie gegen den FC Augsburg (2:2), die am 18. Dezember 2018 um 20.30 Uhr angepfiffen wurde.

Gegen Leverkusen sind 4000 Kinder dabei

Das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (4:2) an einem lauschigen September-Nachmittag verfolgten dagegen fast 4000 Kinder. Den Bestwert der „Kids for free“-Aktion erwartet Hertha am morgigen Sonnabend. Da empfangen die Berliner am letzten Bundesliga-Spieltag bei 22 Grad und Sonnenschein Bayer Leverkusen (15.30 Uhr, Olympiastadion). Insgesamt sollen rund 60.000 Zuschauer kommen, darunter 4000 Kinder.

Auch wenn es offiziell bei Hertha noch nicht beschlossen wurde, verspricht Schiller: „Diese Möglichkeit, Kinder umsonst mit nehmen zu können, muss gelernt werden. Deshalb wollen wir die „Kids for free“-Aktion in der kommenden Saison fortsetzen.“