Bundesliga

Bernd Storck wird nicht neuer Hertha-Trainer

Storck, derzeit Chefcoach von Royal Mouscron, ist verärgert über Pressemitteilungen in Belgien.

Bernd Storck, ehemaliger Cotrainer von Hertha BSC, legt in Belgien mit Royal Mouscron eine starke Saison hin

Bernd Storck, ehemaliger Cotrainer von Hertha BSC, legt in Belgien mit Royal Mouscron eine starke Saison hin

Foto: imago / imago/ZUMA Press

Berlin. Die Aussagen in der belgischen Presse klangen detailliert und präzise: Bernd Storck werde den belgischen Erstligisten Royal Mouscron verlassen und neuer Trainer von Hertha BSC. „Sudinfo“ schrieb, Hertha biete Storck 2,5 Millionen Euro Gehalt und listete auf, welches Trainerteam Storck mitbringen werde.

Einer allerdings weiß nichts von diesem Vorgang: Bernd Storck (56). Im Telefonat mit der Berliner Morgenpost sagt Storck: „Ich bin sehr verärgert. An dieser Geschichte ist nichts dran. Ich habe mit niemandem gesprochen, mit mir hat niemand gesprochen.“

Richtig ist, dass Hertha BSC zur neuen Saison einen Nachfolger sucht für Pal Dardai, der seinen Cheftrainer-Posten zum Saisonende verlassen soll. Ebenfalls richtig ist, dass Storck mit Royal Mouscron eine spektakuläre Saison hingelegt hat. Er hat die Belgier im vergangenen Herbst als Tabellenletzter mit null Punkten übernommen und mit einer Serie von elf Siegen, sieben Remis (bei sechs Niederlagen) auf Rang zehn geführt. Sportdirektor in Mouscron ist Jürgen Röber. Das Duo Röber/Storck hatte von 1996 bis 2002 Hertha BSC trainiert.

Neuer Trainer soll zur Mitgliederversammlung präsentiert werden

Röber wird Mouscron wohl verlassen. Zur Zukunft von Storck will sich die Klubführung in den kommenden Tagen äußern. „Ich will dem nicht vorgreifen“, sagte Storck.

Auf die Frage, ob das eine Hintertür für Hertha sei, die er sich offenhalte, antwortete Storck: „Nein, auf keinen Fall. Bitte formulieren Sie es so, dass klar ist: An dem Thema ist nichts dran.“

Auch aus der Hertha-Chefetage ist zu hören: Bernd Storck ist, bei aller Wertschätzung, kein Thema. Manager Michael Preetz will, wenn möglich, den Nachfolger von Pal Dardai zur Mitgliederversammlung am Sonntag, dem 19. Mai, präsentieren.