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Die Tops und Flops der Hinrunde von Hertha BSC

Die Partie gegen Leverkusen ist das letzte Spiel vor der Winterpause. Während der Hinrunde erlebte Hertha einige Auf und Abs.

Augsburgs Ja-Cheol Koo (M) trifft zum 2:2 Ausgleich. Im Vordergrund Herthas Fabian Lustenberger.

Augsburgs Ja-Cheol Koo (M) trifft zum 2:2 Ausgleich. Im Vordergrund Herthas Fabian Lustenberger.

Foto: dpa

Berlin. Mit einem vorweihnachtlichen Erfolgserlebnis bei Bayer Leverkusen will Hertha BSC die erste Halbserie in der Fußball-Bundesliga abschließen. «Die Hinrunde bis hierhin ist ordentlich mit Auf und Abs», resümierte Geschäftsführer Michael Preetz vor dem letzten Auftritt des Jahres am Samstag (15.30 Uhr/Sky). «Ich denke, eine gute Ausgangslage, um in der Rückrunde nochmal richtig anzugreifen.» Die Highlights und Tiefpunkte der Hertha-Hinserie - und ein Ausblick auf die zweite Saisonhälfte:

TOPS

KEINE ANGST VOR DEN GROßEN: Sieben Punkte holte Hertha aus den Hinrundenspielen gegen das Top-Trio der Bundesliga. Teils begeisternde Heimsiege gegen den FC Bayern (2:0) und Borussia Mönchengladbach (4:2), bei Borussia Dortmund (2:2) zweimal zurückgekommen. So eine gute Bilanz in den Duellen mit den dominierenden drei Mannschaften der ersten Halbserie hat kein anderes Team der Liga.

MARKO GRUJIC: Der 22 Jahre alte Serbe bewies von Beginn an seine Extraklasse. Die Leihgabe vom FC Liverpool kann das Spiel ordnen, hat eine hohe Passsicherheit, ist stark im Zweikampf und beim Kopfball. Dardai adelt Grujic als besten Mittelfeldspieler der Berliner seit mehr als 20 Jahren. Eine Kaufoption besitzt Hertha jedoch zum Ende der Saison nicht - es wäre eine Coup, sollte Preetz einen Verbleib über das Ende der Spielzeit aushandeln können.

VALENTINO LAZARO: Seine Lieblingsposition ist die Rolle als Rechtsverteidiger auf keinen Fall - und doch ließ der Österreicher den Abgang von Mitchell Weiser zu Bayer Leverkusen schnell vergessen. Lazaro erfüllt die Aufgabe mit der notwendigen Mischung aus Offensivdrang und defensiver Stabilität, seine Flanken sorgen häufig für Torgefahr. Damit macht sich der 22-Jährige auch für andere Clubs begehrt, unter anderem West Ham United soll interessiert sein.

FLOPS

VERLETZUNGEN: Zweimal habe er die Chance gehabt, nacheinander die gleiche Startelf aufbieten zu können, rechnete Dardai immer wieder gerne vor. Leistungsträger wie Grujic, Karim Rekik, Niklas Stark und Javairo Dilrosun fielen wochenlang aus. «Wenn in der Rückrunde hoffentlich alle gesund sind, müssen wir mehr Punkte sammeln», sagte Dardai.

KLÜNTER/KÖPKE: Während die Transfers von Grujic und Dilrosun voll einschlugen, sind die Neuzugänge Lukas Klünter (vom 1. FC Köln) und Pascal Köpke (Erzgebirge Aue) bislang noch nicht die erhofften Verstärkungen. Zusammen kommen beide auf lediglich 23 Einsatzminuten in der Bundesliga. Die Hinrunde für Klünter war zudem im November mit einem Muskelbündelriss vorzeitig beendet.

INKONSTANZ: Mehrfach vergaben die Berliner gegen vermeintlich schwächere Gegner die große Chance, sich dauerhaft in der Spitzengruppe festzusetzen. Vor allem auswärts konnte Hertha das Niveau nicht immer halten: 0:0 in Mainz, 1:4 bei Düsseldorf, 1:2 in Stuttgart. «Zweimal haben wir Punkte liegen gelassen, die echt ärgerlich waren und die verhindert haben, dass wir eine noch bessere Ausgangslage haben», sagte Preetz.

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