Bundesliga

Hertha-Manager Preetz kämpft um neuen Vertrag

Bei „Hertha im Dialog“ steht Michael Preetz im Fokus. Der Vertrag des Managers endet am 30. Juni 2019.

Der Vertrag von Herthas Manager Michael Preetz läuft noch bis Sommer 2019

Der Vertrag von Herthas Manager Michael Preetz läuft noch bis Sommer 2019

Foto: Boris Streubel / Bongarts/Getty Images

Berlin.  Ein „Hertha im Dialog Spezial“ nannte Axel Kruse den Abend, zu dem sich 200 Hertha-Mitglieder auf dem Vereinsgelände eingefunden hatten. Traditionell eine Woche vor der Mitgliederversammlung stellen sich die Klub-Verantwortlichen den Fragen. Obwohl Hertha BSC vor erheblichen Herausforderungen steht, kamen diese Themen nicht zur Sprache. Manager Michael Preetz etwa sagte lediglich, dass Hertha „im Moment nicht vor hat, im Winter neue Spieler zu verpflichten“.

Dabei steht Preetz im Fokus. So verhandelt das Hertha-Präsidium mit dem Manager, dessen Vertrag am 30. Juni 2019 endet. Die Tendenz laut Morgenpost-Informationen: Preetz wird ein neues Arbeitspapier unterschreiben. Die Fans diskutieren über Preetz, nachdem der „Kicker“ veröffentlicht hat, dass der Manager mehrere Versuche unternommen habe, Mannschaft und Trainerteam dazu zu bewegen, nach dem Heimspiel (0:3 gegen Leipzig) auf dem Rasen des Olympiastadions einen Kreis mit der Geschäftsleitung zu bilden, um den kritischen Fans gegenüber Einigkeit im Klub zu demonstrieren. Preetz holte sich jedoch mehrere Absagen.

Baubeginn für die neue Arena soll 2022 sein

Bei „Hertha im Dialog“ stand jedoch Stadion-Manager Klaus Teichert im Vordergrund. Teichert erklärte den Stand der Planung bei der Arena, die der Fußball-Bundesligist im Olympiapark bauen möchten. Dass die Kapazität 55.137 Plätze haben wird, davon 13.000 Stehplätze in der Ostkurve. Bei internationalen Partien würde das Fassungsvermögen der neuen Arena auf 47.000 Zuschauer verringert, da die Uefa keine Stehplätze erlaubt. Hertha benötigt die Zustimmung aus dem Abgeordnetenhaus für den ersehnten Erbbaupachtvertrag sowie ein Einvernehmen mit dem Bezirk Charlottenburg. Teichert sagte mit Blick auf drei Wohnblöcke (mit 24 Wohnungen) in der Sportforumstraße, die für das Projekt abgerissen werden müssen: „Es gibt 24 Familien, die haben Sorgen. Diese Sorgen nehmen wir ernst.“ Hertha habe für die Anwohner zwei Alternativen entwickelt. Bis es konkret werde, benötige der Klub noch einige Wochen.

Teichert legte einen straffen Zeitplan vor: Im ersten Quartal 2019 hofft Hertha auf einen Erbbaurechtsvertrag mit dem Land Berlin. Ab dem zweiten Quartal 2020 soll es einen Wettbewerb über die Architektur der Arena geben. Beginn der Bauphase soll im ersten Quartal 2022 sein. Die Eröffnung ist für den 25. Juli 2025 vorgesehen.

Was das Stadion kosten wird, verraten die Berliner nicht

So eloquent Teichert über die Akustik in der Arena, den Schallpegel außerhalb und den Artenschutz auf dem Gelände sprach, bei einem Thema wollte er partout nicht ran: Was kostet ein neues Stadion? Wolkig wurde umschrieben, dass Hertha in einem umgebauten Olympiastadion eine Miete „im zweistelligen Millionenbereich“ hätte entrichten müssen. Teicherts gedrechselte Formulierung dazu lautete: „Nach unseren Berechnungen werden wir keine höhere Belastung haben, als wenn wir im Olympiastadion bleiben und dort die höhere Miete zahlen.“ Er legte den Mitgliedern diverse Folien vor, um die Themen zu illustrieren. Zwei Folien jedoch, die Teichert den gewählten Volksvertretern im Sportausschusses gezeigt hatte, bekamen die Hertha-Mitglieder nicht zu sehen: Die eine Folie trug den Titel „Plankostenverteilung Hertha-Arena“, die andere „Businessplan Modellrechnung“. Es bleiben also noch einige Fragen für die Mitgliederversammlung am Montag.