Hertha BSC

Attacke auf Haus von Marken-Chef Paul Keuter

Unbekannte haben das Mietshaus von Herthas Geschäftsführungs-Mitglied Paul Keuter beschmiert. Der Klub reagiert empört

Herthas Paul Keuter (Mitte) mit Geschäftsführungsmitglied Thomas E. Herrich (l.) und Präsident Werner Gegenbauer

Herthas Paul Keuter (Mitte) mit Geschäftsführungsmitglied Thomas E. Herrich (l.) und Präsident Werner Gegenbauer

Foto: City-Press / picture alliance / City-Press GbR

Berlin.  Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat eine Schmiererei am Wohnhaus seines Geschäftsleitungsmitglieds Paul Keuter deutlich verurteilt. Bislang Unbekannte hatten in blauer Schrift an die Hauswand geschrieben: „@Paul: Ist Hertha hier zu Hause???...“, wie die „Bild“ und „BZ“ am Mittwoch berichteten.

„Dass nicht alle Entscheidungen immer auf die Zustimmung aller stoßen, die mit Hertha BSC verbunden sind, ist ebenso zu akzeptieren wie konstruktive Kritik“, teilte der Hauptstadtclub mit. „Was wir allerdings nicht akzeptieren, ist der Umstand, dass Einzelpersonen herausgepickt und auf perfide Weise mit Drohungen auch im privaten Umfeld attackiert werden. Wir hoffen darauf, dass die Täter ermittelt werden können.“

Landeskriminalamt ermittelt

Die Berliner Polizei bestätigte am Donnerstag, dass das Landeskriminalamt Ermittlungen gegen Unbekannt aufgenommen hat. Am Mittwochvormittag sei Anzeige erstattet worden, der Tatvorwurf lautet „Sachbeschädigung durch Graffiti“.

Der frühere Twitter-Manager Keuter ist in der Geschäftsleitung der Berliner unter anderem für Kommunikation und Digitale Transformation verantwortlich. Er hatte sich auch gegen traditionelles Denken von Fans unter anderem in der Diskussion um die 50+1-Regel im deutschen Fußball ausgesprochen. Keuter wird dafür immer wieder von organisierten Anhängern auf Plakaten und in Sprechchören scharf attackiert.

„Hertha BSC trifft seine strategischen Entscheidungen stets gemeinschaftlich mit allen vier Mitgliedern der Geschäftsleitung“, betonte der Klub. Die Ausrichtung des Vereins diene dazu, den Verein „zukunftsorientiert und modern aufzustellen“. Auch dass Hertha in der Vergangenheit beispielsweise ein englischsprachiges Saisonmotto hatte, wurde von Fans abgelehnt.

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