Hertha BSC

Darida gibt nach drei Monaten Pause sein Comeback

Herthas Mittelfeldspieler siegt mit der U23 gegen Auerbach. Die U19 erlebt derweil einen gelungenen Start in die Königsklasse

Vladimir Darida hat für Hertha 77 Bundesliga-Spiele absolviert

Vladimir Darida hat für Hertha 77 Bundesliga-Spiele absolviert

Foto: Thomas Eisenhuth / picture alliance / Thomas Eisenh

Berlin.  Wie abgesprochen leuchtete nach exakt einer Stunde Spielzeit die Rückennummer 8 auf der Auswechseltafel auf – Vladimir Darida hatte Dienstschluss. Es war für den 52-maligen tschechischen Nationalspieler eine ungewohnte Umgebung vor 358 Zuschauern im Amateurstadion: Darida sammelte seine ersten Einsatzminuten 2018/19 in der Regionalliga, beim 2:0 (1:0) von Herthas U23 gegen den VfB Auerbach. Drei Monate war der Mittelfeldspieler wegen einer Knieverletzung ausgefallen, die er sich in der Saisonvorbereitung in einem Testspiel zugezogen hatte. Nun endlich kann Darida seinen Beruf wieder ausüben. Cheftrainer Pal Dardai signalisiert jedoch: „Wir wollen nichts überstürzen, Vladi soll in Ruhe mit der Mannschaft trainieren und ein gutes Gefühl bekommen.“

Erst am Dienstag war Darida ins Mannschaftstraining eingestiegen. Für die Profis, die am Sonnabend beim FSV Mainz antreten, ist der 28-jährige Tscheche noch keine Option. „Vladi muss jetzt über Spiele richtig fit werden, dann ­erhöht er bei uns den Konkurrenzkampf“, sagte Dardai.

U19 siegt zum Auftakt der Euro Youth League

Bei der U23 zeichnete sich bei den Toren zweimal Pascal Köpke aus. Der Stürmer, im Sommer aus Aue gekommen, legte für Muhammed Kiprit auf, der das 1:0 erzielte (3. Minute). Mit seinem Treffer zum 2:0-Endstand (56.) sicherte Köpke den siebten Saisonsieg und Tabellenplatz zwei für die Mannschaft von Trainer Ante Covic in der Regionalliga Nordost. Außerdem waren von den Profis Alexander Esswein und Palko Dardai im Viertliga-Einsatz, beide spielten über 90 Minuten durch.

Herthas U19 erwischte derweil einen erfolgreichen Start bei ihrer Premierenteilnahme an der Uefa Euro Youth League, der Champions League der A-Jugendlichen. Gegen Lech Posen gewann das Team von Trainer Michael Hartmann am Mittwochabend im Amateurstadion 2:0 (1:0). Die Tore erzielten vor 798 Zuschauern Ruwen Werthmüller (31.) und Jessic Ngankam (89./Foulelfmeter). Zum Aufgebot zählten unter anderen die Jungprofis Dennis Jastrzembski, Florian Baak und Julius Kade.

Auszeichnung mit dem Julius-Hirsch-Preis

Und es gab weiteren Grund zum Jubel: Zum zweiten Mal nach 2012 wird Hertha vom DFB im Kampf für das Engagement gegen Antisemitismus und Diskriminierung mit dem Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet. Das Projekt „Aus der eigenen Geschichte lernen“ gibt es bei Hertha seit 2015. Seitdem setzen sich Anhänger mit dem Fanprojekt der Sportjugend, der Poelchau-Sportschule und der Fanbetreuung mit der Geschichte ihres Klubs auseinander. Die aktuellen Preisträger - neben Hertha gehören der SC Aleviten Paderborn und das Fanprojekt Bochum zu den Gewinnern - werden am 18. November im Deutschen Fußball­museum in Dortmund geehrt.