Olympiastadion

Frank Zander kritisiert Verlegung seiner Stadion-Hymne

Nicht nur Hertha-Fans sind sauer. Auch Schlagersänger Frank Zander bedauert, wie mit seinem Kult-Hit "Nur nach Hause" umgegangen wird.

Frank Zander singt im Berliner Olympiastadion (Archivbild)

Frank Zander singt im Berliner Olympiastadion (Archivbild)

Foto: Soeren Stache / dpa

Berlin. Wie organisierte Fans von Hertha BSC hat auch Schlagersänger Frank Zander die Verlegung seines Kultsongs „Nur nach Hause“ im Ablauf vor Spielen des Fußball-Bundesligisten kritisiert. Die bisherige Einlaufhymne des 76-Jährigen wird seit dieser Saison zeitlich nach vorne geschoben, die Teams kommen nun zum Song „Dickes B“ der Band Seeed aufs Feld.

„Ich bin da ziemlich cool. Die Fans werden schon zeigen, dass es eine falsche Entscheidung war“, sagte Zander dem RBB im Olympiastadion. „Eine Entscheidung, die ein bisschen weh tut. Die Fans wollen diese Hymne am Anfang haben. Das ist wie ein Gebet.“ Zander sang sein Lied am Samstag gut zehn Minuten vor Anpfiff des 1:0-Siegs zum Ligastart gegen den 1. FC Nürnberg vor der Berliner Fan-Kurve.

Wenig später entrollten die Fans im unteren Bereich der Ostkurve ein Banner mit der Aufschrift „Nur nach Hause - Jetzt!“ und skandierten „Vorstand raus“ und „Keuter raus“. Der frühere Twitter-Manager Paul Keuter ist in der Geschäftsführung der Berliner für Kommunikation zuständig. In einer Mitteilung auf der Internetseite „Förderkreis Ostkurve“ klagten die Ultras der Harlekins Berlin ‘98, dass die Änderungen ohne eine Einsingphase „ein herber Einschnitt in das Stadionerlebnis aller Herthaner“ seien.

Der Club hatte seine Mitglieder zuvor über die Neuerungen informiert. Der Song der Berliner Gruppe Seeed sei ein Lied, „mit dem sich jede Berlinerin und jeder Berliner identifizieren kann“ und „welches die Verbindung von Hertha BSC zu Berlin unterstreicht“, heißt es in der E-Mail, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

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