DFB-Auszeichnung

Arne Maier auf den Spuren von Toni Kroos und Timo Werner

Der Profi von Hertha BSC wird vom DFB mit der silbernen Fritz-Walter-Medaille geehrt.

Herthas Arne Maier (l.) im Trikot der deutschen U19-Nationalmannschaft in diesem Frühjahr in der EM-Partie gegen die Niederlande

Herthas Arne Maier (l.) im Trikot der deutschen U19-Nationalmannschaft in diesem Frühjahr in der EM-Partie gegen die Niederlande

Foto: Lukas Schulze / Bongarts/Getty Images

Berlin.  Manuel Neuer, Kevin Boateng, Toni Kroos, Mario Götze oder ­Timo Werner – die Liste der Vorgänger ist lang, die Namen sind prominent. Nun hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Arne Maier mit der silbernen Fritz-Walter-Medaille ausgezeichnet. Damit ehrt der DFB seit 2005 besondere Talente im Nachwuchs, jeweils in den Jahrgängen U17, U18 und U19. Pro Jahrgang gibt es die Medaillen in Gold (dotiert mit 20.000 Euro), Silber (15.000) und ­Bronze (10.000).

Gold im U19-Jahrgang ging an Maiers Kumpel aus der Junioren-Nationalmannschaft, an Kai Havertz von Bayer Leverkusen. Bei den Juniorinnen zeichnete der DFB Tanja Pawollek vom 1. FFC Frankfurt aus. Die Medaillen werden den Spielern im Rahmen des Freundschaftsländerspiels Deutschland gegen Peru am 9. September in Sinsheim überreicht.

Die Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert

Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter der Nationalmannschaften, sagte: „Die Preisträger verfügen über außerordentliche Qualitäten, großen Ehrgeiz und zeichnen sich abseits des Platzes durch ihr Auftreten aus. Wichtig ist uns, dass die Talente diese Medaille als großen Ansporn verstehen: Ihr Ziel muss es sein, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln, damit sie später in der A-Nationalmannschaft ankommen.“

Maier, der 2016 in der U17 die Medaille in Bronze erhalten hat, wird geehrt, weil er neben seinen Junioren-Länderspielen bei Hertha den Sprung direkt von der Jugend in die Bundesliga geschafft hat. Außerdem war Maier im DFB-Pokal und in der Europa League im Einsatz. Zum Ende der Saison half der Mittelfeldspieler Herthas U19 auf dem Wege zur ersten Deutschen Meisterschaft der Klubhistorie und erzielte etwa den Treffer zum 3:1-Endstand im Finale gegen den FC Schalke.

Maiers Vertrag läuft bis 2022

Bei Hertha halten sie große Stücke auf den Mittelfeldspieler. „Arne ist die Entdeckung der Saison“, hatte Manager Michael Preetz zum Jahresanfang gesagt. Maier gilt als das Juwel des ohnehin hochbegabten 1999er-Jahrgang. Preetz gelang es im Februar, mit ihm einen Vertrag bis 2022 abzuschließen.

Folgende Herthaner haben zuvor eine Fritz-Walter-Medaille erhalten: Kevin Boateng (2005/Bronze, 2006/Gold), Jerome Boateng (2007/Silber), Lennart Hartmann (2008/Silber), Shervin Radjabali-Fardi (2008/Bronze, 2010/Bronze), Maximilian Mittelstädt (2016/Bronze), Arne Maier (2016/Bronze).