BUNDESLIGA

Jordan Torunarigha kämpft sich zurück

Herthas Innenverteidiger Fabian Lustenberger fällt bis auf weiteres mit einer Gehirnerschütterung aus.

Herthas Jordan Torunarigha (Nr. 25) bot ein starkes Spiel gegen Bremen, hier  Maximilian Eggestein

Herthas Jordan Torunarigha (Nr. 25) bot ein starkes Spiel gegen Bremen, hier Maximilian Eggestein

Foto: Huebner/Ulrich / imago/Jan Huebner

Berlin.  Über Nacht, quasi im Schlaf, konnte sich Jordan Torunarigha (20) noch einmal verbessern. Nach dem 0:0 in Bremen hatte Pal Dardai den jungen Verteidiger nur recht allgemein für dessen Rettungstat auf der Linie in letzter Sekunde gelobt. Am Sonntag war Herthas Trainer deutlich überschwänglicher: „Jordan war der beste Mann, er hat jeden Zweikampf gewonnen“, so Dardai. Die Leistung von Torunarigha gehörte zu den wenigen positiven Dingen, die der Trainer ausmachen konnte. Vieles andere missfiel ihm.

Tatsächlich veränderte sich mit Torunarighas Hereinnahme für den verletzten Fabian Lustenberger Herthas Vorgehensweise. Hatten die Berliner bis dahin nur reagiert, begannen sie in der Folge etwas mehr zu agieren. „Ich bin es ja gewohnt, als Joker zu kommen. Ich habe gegen Hannover gelernt, dass ich sofort da sein muss“, sagte Torunarigha.

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Lob von Trainer Dardai

Dardai hatte hohes, aggressives Verteidigen gefordert, doch erst mit Torunarigha begann das Team damit. Weil der für diesen Spielstil prädestiniert ist. Mit seiner Schnelligkeit kann er auch in Laufduellen bestehen. „Er hat alles abgelaufen“, lobte Dardai.

Nach seiner überzeugenden Vorstellung in Bremen darf der aus dem eigenen Nachwuchs stammende Torunarigha auf weitere Einsätze hoffen. Lustenberger, der gegen Werder wegen einer Gehirnerschütterung vom Feld musste, dürfte am Sonnabend gegen Hoffenheim (15.30 Uhr) fehlen. Dardai spricht von einer Pause zwischen drei und zehn Tagen.

Rekik fehlt weiter verletzt

Die Chancen, dass Torunarigha beginnt, sind groß. In der Rangliste unter Herthas Innenverteidigern (Stammkraft Karim Rekik fehlt seit Wochen verletzt) hat das Talent sich gerade an Routinier Sebastian Langkamp (30) vorbeigeschoben. „Basti muss jetzt erst mal kurz warten, auch wenn er es in der Vergangenheit immer gut gemacht hat“, sagte Dardai.

Torunarigha sei mit seinem linken Fuß die bessere Besetzung für die Planstelle als linker Innenverteidiger. Gerade was den Spielaufbau angeht. „Das ist genau seine Position. Er musste warten, aber manchmal gibt es so was wie Schicksal von oben“, so Dardai. Nun liegt es an Torunarigha zu zeigen, dass er in ­Zukunft nicht mehr auf höhere Mächte ­angewiesen ist.