Bundesligist

Hertha BSC gründet erste eSport-Akademie

Hertha will jetzt auch Daddel-Talente ausbilden und gründet als erster Bundesligist eine eigene eSport-Akademie.

Fußball an der Konsole spielen - vor allem bei jungen Fans beliebt. Immer mehr Bundesligisten springen auf den Zug auf

Fußball an der Konsole spielen - vor allem bei jungen Fans beliebt. Immer mehr Bundesligisten springen auf den Zug auf

Foto: picture alliance

Berlin. Hertha setzt auf den Nachwuchs - und das nicht nur auf dem Rasen, sondern auch an der Spielkonsole. FIFA eSport ist bei jungen Fußball- und Gaming-Fans seit einiger Zeit schwer angesagt. Längst gibt es Turniere, bei denen richtig Geld verdient werden kann, und auch eine virtuelle Bundesliga (VBL).

Wie Hertha BSC am Mittwoch bekannt gab, will der Verein mit der Gründung einer eigenen eSport-Akademie gezielt Daddel-Talente aus der Region fördern und ausbilden. Die Umsetzung des eSport-Engagements von Hertha BSC erfolgt in Zusammenarbeit mit der STARK eSports GmbH. Schon im Frühjahr will der Verein in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Scouting-Events sowie Online-Turniere veranstalten, um talentierte EA Sports FIFA-Spieler zu finden.

Head Coach der eSport-Akademie soll Matthias „Stylo“ Hietsch werden. Er gehörte in der VBL in den letzten beiden Jahren zu den Finalteilnehmern. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, beim Einstieg in den eSport unseren individuellen und einzigartigen Hertha-Weg zu gehen. Hierbei werden wir unsere erfolgreiche Nachwuchsarbeit der Fußball-Akademie auf den eSport und die digitale Welt ausweiten“, erklärte Paul Keuter, Mitglied der Geschäftsleitung von Hertha BSC.

Mehrere Bundesligisten prüfen derzeit den Aufbau einer eigenen eSport-Abteilung. Bislang haben der VfL Wolfsburg, Schalke 04, der VfB Stuttgart und RB Leipzig eigene eSportler. Weitere Vereine, darunter Hertha und der FC Bayern München, prüfen derzeit die Einrichtung einer eSport-Abteilung.