Bundesliga

Fredi Bobic: "Ich würde mich nie an den Großen orientieren"

Eintracht-Manager Fredi Bobic spricht über die Perspektiven von Frankfurt und Hertha BSC.

Fredi Bobic, Vorstand Sport von Eintracht Frankfurt, zu Gast beim Immerhertha-Podcast der  Berliner Morgenpost

Fredi Bobic, Vorstand Sport von Eintracht Frankfurt, zu Gast beim Immerhertha-Podcast der Berliner Morgenpost

Foto: Reto Klar

Berlin.  Fredi Bobic (46) hat mehr als einen Koffer in Berlin. Der einstige Stürmer von Hertha BSC (2003 bis 2005) ist seit Juni 2016 Vorstand Sport von Eintracht Frankfurt, seine Familie lebt aber in Berlin. Vor der Bundesliga-Partie von Hertha gegen Frankfurt (15.30 Uhr, Olympiastadion) besuchte Bobic die Morgenpost und stellte sich zum einstündigen Gespräch im Immerhertha-Podcast. Fredi Bobic über ...

Kevin-Prince Boateng: Ich kenne ihn ja noch als jungen Kerl. Mittlerweile ist Kevin sehr reflektiert. Er ist erfahrener, ruhiger, klüger. Er ist positiv, er stachelt die Kollegen an. Wir haben so einen Spieler in unserem Kader gebraucht.

Niko Kovac: Ich habe keine Sorge, dass Niko uns in Frankfurt abgeworben wird. Mit dem Bayern-Trainer ist es doch so, dass jede Woche eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird. Erst war es Nagelsmann, dann Hasenhüttl, dann Niko Kovac, demnächst wird es Tedesco sein. Ich glaube, am Ende wird es kein Trainer aus der Bundesliga werden. Um Bayern München zu trainieren, braucht man eine richtig große Nummer.

Den Traum von der Champions League: Ich würde mich nie an den Großen orientieren. Da hast du keine Chance. Die Realität muss man anerkennen. Wenn man das tut, braucht man keine Angst zu haben. Es macht keinen Sinn, wenn wir als Eintracht Frankfurt uns mit den Großen vergleichen. Wir, das geht Hertha nicht anders, sind gehobene Ausbildungsvereine für die Großen. Wir können mal einen Glückstreffer haben, dass wir die Champions League schaffen. Aber der Kampf hinter den ersten vier oder fünf in der Bundesliga, da stehen zwölf, 13 Vereine, die alle darum kämpfen, nicht in Abstiegsgefahr zu kommen. Wir müssen tolle, moderne Traditions­vereine sein, eine eigene DNA haben und treu zu unserem Publikum sein.

Wer das ganze Gespräch mit Fredi Bobic im Podcast hören will, klickt HIER.

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