Europa League

Hertha entschädigt 1000 Fans

Eine technische Panne am Schalter des Olympiastadions führte zu langen Warteschlangen. Hertha entschädigt nun die Fans.

Trotz geringem Zuschauer-Zuspruch zum Start der Europa League im Olympaistadion mussten einige Hertha-Fans sehr lange auf ihr Ticket warten

Trotz geringem Zuschauer-Zuspruch zum Start der Europa League im Olympaistadion mussten einige Hertha-Fans sehr lange auf ihr Ticket warten

Foto: Soeren Stache / dpa

Berlin.  Hertha BSC entschuldigt sich mit einer Einladung für das nächste Europa-League-Heimspiel bei den rund 1000 Fans, die am Donnstag Opfer einer technischen Panne beim Heimspiel gegen Athletic Bilbao (0:0) geworden waren. „Es tut uns leid“, sagte Thomas E. Herrich, Mitglied der Hertha-Geschäftsleitung und zuständig für die Durchführung der Spieltage. „Wir treten mit allen Betroffenen, die ihre Karten online bestellt hatten, in Kontakt und laden sie für das nächste Europacup-Heimspiel ein.“ Das findet am 2. November statt, wenn Hertha im Olympiastadion Sorja Luhansk aus der Ukraine empfängt.

Am Donnerstag hatte es reichlich Wut und Frust gegeben. Trotz des vergleichsweise geringen Zuspruch von 28.832 Zuschauern beim Bilbao-Spiel standen alle Fans, die ihre Karte im Internet bestellt hatten, teilweise länger als anderthalb Stunden an der Tickethinterlegung an.

Alle Tickets mussten neu ausgestellt werden

Bei Immerhertha.de, dem Blog der Morgenpost, wurde gemutmaßt, dass Hertha mit fünf Leuten viel zu wenige Schalter für die Abholung geöffnet hatte. Doch das Problem war ein anderes. „Aus technischen Gründen wurde unseren Mitarbeitern kein einziges der bestellten Tickets angezeigt“, sagte Herrich. Folge: Für jeden Kunden musste jede Karte neu ausgestellt werden – und das dauerte. In der Folge verpassten viele Fans weite Teile der ersten Hälfte.

Dazu gesellte sich ein anderes Problem, das ebenfalls die Wartezeit erhöhte. Mit Blick auf das erwartete Zuschaueraufkommen hatte Hertha nicht sämtliche 108 Einlassschleusen geöffnet, sondern entsprechend für 25-, 28.000 Besucher.

Nur vier Europa-League-Spiele besser besucht als Hertha

Weil viele Berliner erst unmittelbar zum Anpfiff um 21.05 Uhr erschienen, bildete sich am Olympischen Platz auch beim Sicherheitscheck ein Rückstau. „Wir haben mit Durchsagen und per Twitter kommuniziert, dass die Leute bitte auch die Eingänge am Südtor benutzen sollen“, sagte Herrich. Dort gab es keine Wartezeiten. Aber so gut wie keiner der Wartenden nahm dieses Angebot, das einen Fußweg von sieben, acht Minuten bedeutet, an.

So mager die Kulisse mit 28.832 Fans im Olympiastadion mit seiner 74.500er-Kapazitat war: Nicht nur, dass die Stimmung in der WM-Finalarena von 2006 prächtig war. Der Donnerstag-Termin ist auch für andere Klubs eine Herausforderung. Bei den 22 Europa-League-Partien, die gespielt wurden, rangiert Hertha mit 28.832 Besuchern auf Platz fünf. Nur beim FC Arsenal (3:1 gegen Köln/59.359 Zuschauer), Roter Stern Belgrad (1:1 gegen Bate/40.284), Austria Wien (1:5 gegen AC Mailand/35.000) und Vitesse Arnhem (2:3 gegen Lazio Rom/30.000) passierten mehr Fans die Stadiontore.