Neuer Spieler

Hertha präsentiert heute seinen neuen Holländer

Karim Rekik kommt von Olympique Marseille. Der 22-Jährige absolviert in Berlin den Medizincheck. Der Linksfuß erhält einen Vier-Jahres-Vertrag.

Neuer Mann für Herthas Defensive: Karim Rekik (r.)

Neuer Mann für Herthas Defensive: Karim Rekik (r.)

Foto: rpelaez|File|Filed|11/20/2016 6: / picture alliance / AP Photo

Berlin.  Wochenlang zog sich der Poker zwischen Hertha und Olympique Marseille um Abwehrspieler Karim Rekik hin – nun haben sich die Klubs offenbar geeinigt: Der 22 Jahre alte Niederländer wird am heutigen Freitag in Berlin zum Medizincheck erwartet. Was zunächst das „Algemeen Dagblad“ in Rekiks Heimat berichtete, wurde der Morgenpost am Donnerstagabend bestätigt.

Laut „Dagblad“ wird der 1,86 Meter große Linksfuß bei Hertha einen Vier-Jahres-Vertrag unterschreiben. Damit hat Manager Michael Preetz einen Ersatz für den nach Wolfsburg verkauften Innenverteidiger John Brooks gefunden. Dessen Abgang soll der dritte Zugang dieses Sommers gemeinsam mit Eigengewächs Jordan Torunarigha kompensieren (19). Rekik kann sowohl links als auch rechts im Abwehrzentrum spielen, ist aber auch schon als Linksverteidiger aufgelaufen. Dem Vernehmen nach zahlt Hertha rund 2,5 Millionen Euro an Marseille und überbot damit den PSV Eindhoven. Zuvor hatten die Berliner bereits Außenbahnspieler Mathew Leckie und Stürmer Davie Selke verpflichtet.

Karim Rekik bei der medizinischen Untersuchung in Berlin:

Bei Louis van Gaal wird der Verteidiger zum Nationalspieler

Als Teenager wurde Rekik, der von derselben Agentur wie Hertha-Stürmer Salomon Kalou beraten wird, europaweit als Top-Talent gehandelt. Mit 16 Jahren weckte er das Interesse von Manchester City und wechselte 2011 von Feyenoord Rotterdam in den Nachwuchs des Premier-League-Klubs, wo er als jüngster ausländischer Spieler der Vereins-Historie zu seinem Profi-Debüt kam. Durchsetzen konnte sich der Junioren-Nationalspieler allerdings nicht. Nach Ausleihen zum FC Portsmouth, zu den Blackburn Rovers und nach Eindhoven wechselte Rekik 2015 nach Marseille, wo er in seinem Premierenjahr auf 24 Liga-Einsätze kam. Eine Bilanz, an der er in der abgelaufenen Saison nicht anknüpfen konnte. Bei Olympique, das die Spielzeit 2016/17 auf Rang fünf beendete, spielte Rekik nur zehn Mal, war meist Reservist und stand in den letzten neun Partien nicht im Kader.

Insgesamt kann Rekik auf 133 Profi-Einsätze in drei Ligen verweisen. Zudem durchlief er ab der U17 alle niederländischen Nationalteams. 2014 absolvierte er unter dem früheren Bayern-Coach Louis van Gaal sogar ein A-Länderspiel, schaffte jedoch nicht den Sprung in den WM-Kader. In Berlin soll es besser laufen. Hier will sich Rekik als feste Säule des Teams etablieren.